Wir vom ProSERTÃO sind sehr glücklich, mit der Rancho da Lua ein grosses und gut strukturiertes Trainings- und Freizeitsgelände zu haben. Es liegt rund 30km südlich der Hauptstadt Teresina und seit April 2023 verwalten Jéssica und ich dieses Gelände. Einerseits brauchen wir die Rancho für eigene Schulungen und Trainings, anderseits vermieten wir das Gelände, um die Kosten zu decken und Einnahmen zu generieren. Die Rancho hat heute bequem Platz für ca. 120 Personen und wir sind daran, sie noch ein wenig auszubauen, damit wir auf gut 200 Plätze kommen.

Volle Agenda
Im Verlauf des Jahres 2025 hat sich die Agenda für die Rancho sehr gefüllt. Wir hatten 41 Veranstaltungen, die meisten davon am Wochenende. Von diesen 41 Veranstaltungen waren vier interne Veranstaltungen von ProSERTÃO, die anderen externe. Wir haben zwei Grosskunden, die zusammen fast 50% unserer Agenda belegen. Das ist wohl ein «Klumpenrisiko», aber sie sind es auch, die uns heute finanziell tragen. Diese zwei Kunden nutzen die Rancho da Lua, um sogenannte «Treffen mit Gott» durchzuführen. Dort wird die gute Nachricht von Jesus Christus geteilt, die Teilnehmenden tauschen darüber aus und erhalten Unterstützung bei ihren ersten Schritten im Glauben. Diese Treffen haben in der Vergangenheit sehr viel Frucht gebracht und wir sind sehr dankbar, dass wir als ProSERTÃO die Rancho da Lua dafür zur Verfügung stellen können.

Ohne Gott hätten wir den Kampf verloren
Im Oktober 2025 erlebten wir auf der Rancho da Lua einen Moment des Schreckens. Die Rancho liegt mitten im Grünen und wir haben jedes Jahr während der Trockenzeit mit Waldbränden rund um die Anlage zu kämpfen. Letzten Oktober war das Feuer aber um einiges hartnäckiger. Wir wurden von allen Seiten vom Feuer umzingelt und kamen fast nicht mehr nach mit Löschen. Wir sind sehr dankbar, durften wir auf die Hilfe von Freiwilligen aus dem Dorf rechnen und später noch durch den Zivilschutz. Aber noch dankbarer sind wir Gott, denn ohne sein Eingreifen hätte das Feuer auf eines unserer Gebäude übergegriffen. Als wir schon dachten, jetzt sei die Schlacht verloren, hat Gott den Wind gedreht und die Flammen vom Gebäude weggeblasen. Wir sind voller Dankbarkeit, dass nichts Schlimmeres geschehen ist, wollen uns aber auch vorbereiten für zukünftige Waldbrände. So läuft derzeit eine Kampagne, damit wir zwei neue Wasserpumpen installieren können. Mehr Infos dazu sind auf der Homepage von SAM global zu finden: https://www.sam-global.org/nothilfe/brandschutz-rancho-da-lua

Mithilfe sehr willkommen
Mit dieser grossen Auslastung der Rancho braucht es natürlich immer wieder Renovationen und Verbesserungen. Handwerklich begabte Personen unterstützen uns unter anderem während der sogenannten «Baucamps». So konnten wir letztes Jahr ein Baucamp mit fünf Personen und jetzt anfangs dieses Jahres mit vier Personen aus der Schweiz durchführen. Wir sind sehr dankbar für alle helfenden Hände. Darum nutzen wir die Gelegenheit, um auch dich einzuladen: Komm auf die Rancho da Lua, um uns zu besuchen und uns in diversen Arbeiten zu unterstützen. Bei Interesse kannst du einfach mit Beatrice Ritzmann in der SAM global Homebase Kontakt aufnehmen.

SO VIELE JUGENDLICHE GLAUBEN AUCH AN GOTT
Als ProSERTÃO arbeiten wir in enger Partnerschaft mit MOVIDA Brasilien. Wir führen jedes Jahr diverse CIMA Days in unserer Region durch. Das sind Tage besonders für Jugendliche, um sie zu mobilisieren und zu befähigen. Jedes Jahr im Januar findet eine CIMA-Konferenz statt. Dieses Jahr wurde sie in unserer Region durchgeführt und die Gesamtleitung lag bei mir. Im Vorfeld dazu erhielt ich eine Anfrage einer Frau, die unter den Quilombolas arbeitet. Die Quilombolas sind eine afroabstämmige Volksgruppe, die noch kaum von Jesus Christus und seiner guten Nachricht gehört hat. Diese Frau war im Jahr 2024 als Rednerin an der CIMA-Konferenz und hatte sich danach das Ziel gesetzt, Jugendliche aus den Quilombola-Dörfern mit an so eine CIMA-Konferenz zu nehmen. Doch die Menschen in diesen Dörfern sind arm und können sich Reisen nicht leisten. Darum hat sie mich um finanzielle Unterstützung gebeten. Als Organisation konnten wir ihr nicht viel anbieten, doch wir versprachen, unsere Kanäle zu nutzen. Und siehe da – innerhalb von rund zwei Stunden(!) haben Jugendliche aus der Schweiz zugesichert, 100% der Kosten für eine 10-köpfige Gruppe zu übernehmen. Was für ein Geschenk! Für die zehn jungen Quilombolas war die Teilnahme eine unschätzbare Möglichkeit, mehr über Gott zu erfahren, zu sehen, wie viele Jugendliche an Gott glauben und mit ihnen austauschen zu können. Sie alle sind mit einem Herzen voller Freude und Dankbarkeit in ihre Dörfer zurückgekehrt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die dies ermöglicht haben!

Herzlichen Dank für euer Interesse und eure Unterstützung.
Joel und Jéssica R. für das ProSERTÃO-Team




