Landkarte Brasilien mit Einsatzgebiete von SAM global

Brasilien

Südamerika

Einsatzland
Brasilien

Brasilien ist das grösste Land Südamerikas – bekannt für den Amazonas, eine enorme kulturelle Vielfalt und herzliche Menschen. Gleichzeitig ist das Land von grossen Gegensätzen geprägt: Neben modernen Metropolen gibt es Favelas, abgelegene Dörfer ohne Grundversorgung und eine der grössten Einkommensungleichheiten der Welt.

Jetzt spendenJetzt mitarbeiten

Brasilien

… im Vergleich mit der Schweiz

211.00

×

so gross wie die Schweiz

213.0

Schweiz:
9.1
Einwohnerzahl in Millionen

84

.

Schweiz:
2
.
Rang im Human Development Index (von 193 Ländern)

25

Schweiz:
227
Bevölkerungsdichte in Einwohner pro km2

10686

Schweiz:
115620
Bruttoinlandprodukt pro Kopf in $ / Jahr

SAm Globals
Unterstützung

SAM global arbeitet seit 1963 im vernachlässigten Nordosten Brasiliens. Zu Beginn konzentrierte sich die Arbeit vor allem darauf, Gemeinden zu stärken und Gottes Liebe weiterzugeben. Dadurch sind viele kleine und grössere Gemeinden entstanden. Später waren SAM global Mitarbeitende auch im Amazonasgebiet tätig, sowie in den Slums rund um Belém, der Millionenstadt an der Amazonasmündung. Mit Programmen im Bereich Schul- und theologischer Bildung, Sport, Basismedizin, Landwirtschaft und Verbesserung der Lebensgrundlagen werden die Menschen vielseitig unterstützt, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Alle Projekte stehen inzwischen unter der Verantwortung von einheimischen Mitarbeitenden und lokalen Vereinen, mit welchen SAM global eine intensive Partnerschaft pflegt. Wir unterstützen die Arbeit weiterhin mit finanziellen Mitteln sowie mit Know-how und teilweise auch mit Personal. Seit über 50 Jahren ist SAM global Mitglied der MICEB (Missão Christã Evangélica do Brasil), einer Dachorganisation für verschiedene internationale Organisationen.

Unsere

Hauptprojekte

Partner SEARA

Hoffnung für die Flussuferbewohner/innen des Amazonas

ProRIBEIRINHO

Ein Schiff bringt Hoffnung

ProSERTÃO

Hoffnung für Brasiliens vergessene Dörfer
Einzelnes Haus am Ufer des Amazonas, umgeben von Regenwald
Unsere Vision: 
Mit Bildung Leben verändern!

Über das Land
Brasilien

Situation im Land

Brasilien ist die grösste Volkswirtschaft Lateinamerikas und eines der am stärksten industrialisierten Länder des Kontinents. Nach Jahren der Wirtschaftskrise und politischen Polarisierung hat sich die Wirtschaft zuletzt stabilisiert, doch die Gesellschaft bleibt tief gespalten, und Korruption ist weiterhin ein grosses Thema. Reformen der öffentlichen Dienste, des Bildungswesens und der Umweltpolitik sind dringend nötig – besonders im Amazonasgebiet, wo Abholzung und Klimawandel die Lebensgrundlagen vieler Menschen bedrohen. Im November 2025 fand in der Amazonas-Metropole Belém die UNO-Klimakonferenz COP30 statt.

Herausforderungen: Soziale Ungerechtigkeit, Kriminalität und Korruption

Die Kluft zwischen Arm und Reich in Brasilien ist enorm und der Reichtum extrem ungleichmässig verteilt. Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten sind im Süden zu finden, der Nordosten des Landes gilt hingegen als «Armenhaus Brasiliens».

Fast 90 % der Brasilianerinnen und Brasilianer leben in Städten, da sie auf dem Land oder im Amazonasgebiet keine Zukunftsperspektive sehen –Tendenz steigend. Damit werden auch die zahlreichen Favelas (Slums) immer grösser. Besonders in der Umgebung der Favelas ist die Kriminalitätsrate enorm hoch, einige Städte Brasiliens gehören zu den gefährlichsten der Welt. Die Kinder in den Favelas wachsen oft ohne Strukturen und gute Schulbildung auf und haben keine Chance auf eine Ausbildung oder einen richtigen Job. Viele erleben zuhause Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch und landen auf der Strasse und somit früher oder später in der Kriminalität.

Ein weiteres Problem in Brasilien ist die Korruption, die sowohl auf höchster Regierungsebene als auch in der normalen Bevölkerung allgegenwärtig ist – bereits der einfache Wähler «verkauft» teilweise seine Wahlstimme. Korruption scheint inzwischen mit zur Kultur zu gehören.

Glaube und Religion

Der grösste Teil der Brasilianerinnen und Brasilianer ist katholisch. In den katholischen Kirchen in Brasilien wird jedoch oft nicht von einem liebenden, sondern von einem fordernden Gott gesprochen – dadurch haben viele Personen ein verzerrtes Bild von Gott. Häufig wird das Christentum mit afrobrasilianischen Bräuchen und Traditionen vermischt.

Die christlichen Gemeinden sind stark von Denominationalismus geprägt: Viele Gemeinden sind davon überzeugt, dass nur sie die richtige Lehre vertreten und sie versuchen deshalb, die Mitglieder anderer Gemeinden abzuwerben. In vielen Gemeinden fehlt es an solidem Bibelwissen. Oft fehlt zudem der ganzheitliche Blick für die Probleme in der Umgebung oder in anderen Regionen und somit das soziale Engagement. Für die Flussbewohner am Amazonas gibt es häufig gar keine Gemeinden oder Möglichkeiten, von Gott zu hören.