ProTIM2-2-2 Kissidougou

Mit Bildung Leben zum Blühen bringen!

Kissidougou

ProTIM2-2-2 Kissidougou

Guinea wird gestärkt durch Frauen und Männer, die dank ihrer Bildung ihre Aufgaben in Staat und Kirche verantwortungsvoll anpacken – zum Wohl der Menschen und zur Ehre Gottes. Bildung soll besonders den Jungen eine Perspektive geben, sowohl für das irdische als auch für das ewige Leben. Unsere Vision ist, dass Frauen und Männer dank der Bildung von ProTIM zum Blühen kommen und in der Gesellschaft und Kirche ihre Aufgaben zum Wohl der Menschen und zur Ehre Gottes verantwortungsvoll anpacken.

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PROJEKTE

AUSGANGSLAGE

Guinea ist eines der ärmsten Länder der Welt – einer der Hauptgründe dafür ist mangelnde Bildung. Zahlreiche Jugendliche und Erwachsene können trotz Schulbildung nicht lesen und schreiben und besonders Mädchen werden oft gar nicht eingeschult oder früh aus der Schule genommen. Frauen haben generell einen schweren Stand in Guinea: Sie werden in vielen Bereichen unterdrückt. 97 % der Frauen werden beschnitten und leiden danach das ganze Leben an den Folgen. Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es kaum Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, wodurch sie praktisch keine Perspektive für die Zukunft haben. Weitere Probleme sind die schlechte medizinische Versorgung, häufige Verbrennungen durch das Kochen über offenem Feuer und ungenügendes Wissen über gesunde Ernährung und dadurch Mangelernährung.

SAM GLOBAL

UNTERSTÜTZEN und Leben verändern!

ProTIM2-2-2 Kissidougou

projektbeschrieb

DasProjekt ProTIM2-2-2 besteht aus verschiedenen Teilbereichen. Wir arbeiten intensiv mit unserer Partnerkirche, der Eglise Protestante Evangélique de Guinée (=EPEG) zusammen.

Folgender Bereich wird noch von uns verantwortet, lokale Leitende sind in Ausbildung:

Ausbildung von Landmaschinenmechaniker/innen

Jugendliche, welche in der Schule nicht erfolgreich sind und nicht studieren können, haben meist keine Perspektive. Wir bilden ihnen die Möglichkeit einer dualen Ausbildung im Bereich Landmaschinenmechanik. Hier lernen sie nicht nur Theorie, sondern flicken Maschinen und Traktoren und helfen beim Bebauen von Feldern sowie beim Ernten, Dreschen usw. Diese Ausbildung ist eine Marktlücke und wird geschätzt. Gleichzeitig wird überlegt, wie eine einfache, angepasste Mechanisierung der Landwirtschaft möglich ist, denn mit rein manueller Arbeit, was das normale ist in Guinea, kann der lokale Reis mit dem Importreis aus China preislich nicht mehr mithalten.

Folgende Bereiche werden von der EPEG verantwortet und unsere Aufgabe ist die Aus- und Weiterbildung sowie Begleitung:

Ausbildung von Pastoren(-Ehepaaren)

Wir investieren in die kontextualisierte Ausbildung von Pastoren und Pastorenfrauen. Diese sind Multiplikatoren, da sie anschliessend eine wichtige Funktion in einem Dorf / Quartier spielen werden. Diese Ausbildung ist ganzheitlich und hat verschiedene Aspekte:

  • Kontextualisierte Theologie: Lernen, die Bibel so zu verstehen, dass nicht einfach westliche Konzepte rezitiert werden, sondern sie im afrikanischen Kontext verstanden und zum Segen wird.  
  • Medizinische Schulung: Die Pastorenehepaare dienen meistens in abgelegenen Dörfern. Eine Pflegefachfrau HF unterrichtet im Bereich Gesundheitsprävention, Nutzung von natürlichen Heilpflanzen, Herstellung von Salben, z.B. für Wundbehandlung (insbesondere bei Verbrennungen).
  • Handwerkerausbildung: Viele kämpfen nach der Ausbildung als Pastorenfamilien ums Überleben. Darum können die Pastoren (und/oder ihre Frauen) auch die Grundbegriffe eines Handwerks erlernen: Motorradmechaniker, Solartechniker, Schreiner, Schneider. Recherchen zeigten, dass ihnen dies hilft, durch einen Zusatzverdienst dank ihrem Know-how besser über die Runden zu kommen.  
  • Ausbildung im Bereich Landwirtschaft: Die Pastorenfamilien müssen zum Überleben auch eigene Felder haben. Sie werden ausgebildet, wie sie diese nachhaltig und produktiv bestellen können und wie sinnvolle      Kleintierhaltung möglich ist. Neben dem Institut Biblique hat es ein dazugehöriges riesiges Reisfeld. Hier gibt es Anschauungsunterricht, wie z.B. mit Düngung die Erträge gesteigert werden können.

Christliche Primarschule

Umdie Kinder der Pastorenfamilien (ca. 100) zu schulen, lancierten wir einePrimarschule, die auch ein Segen für die umliegenden Dörfer ist.

Ehe- und Familienberatung

In einer schamorientierten Gesellschaft gibt es viele Tabus. So wird über Sexualität, wertschätzende Kommunikation in der Ehe etc. wenig oder gar nicht gesprochen. Mit geschulten lokalen Mitarbeitenden werden in zahlreichen Präfekturen Personen / Pastorenpaare so interaktiv geschult und mit Material ausgerüstet, dass sie das Gelernte in ihren Dörfern weitergeben können. Auch das Thema Versöhnung und Konfliktlösung spielt eine grosse Rolle.

Kampf gegen Genitalverstümmelung

In Guinea werden laut Statistik 97% der Frauen beschnitten – eine Katastrophe. Seit rund 20 Jahren investieren wir uns im Kampf gegen Genitalverstümmelung und sensibilisieren auf verschiedensten Ebenen mit dafür ausgebildeten Personen. Sehr wirkungsvoll erweisen sich Frauen als Mitarbeitende, die das Tabu brechen und über ihr Leiden als Folge der Genitalverstümmelung zu sprechen beginnen. Kürzlich wurde ein Film gedreht mit Berichten betroffener Frauen, der in verschiedenen Sprachen zugänglich gemacht werden soll. Nach vielen Jahren harter Arbeit ohne viel sichtbare Resultate erleben wir jetzt, dass Beschneiderinnen ihr Handwerk aufgeben, ganze Dörfer deklarieren, dass sie Genitalverstümmelung nicht mehr dulden etc. Es ist noch ein weiter Weg, aber der Kampf lohnt sich und jede junge Frau, die verschont wird, ist ein Erfolg. Mehr zum Thema Genitalverstümmelung findest du hier: www.sam-global-schuetzt.org.

Über unsere EINSÄTZE

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich mich in der Schweiz engagieren, abgesehen vom Spenden?

Für SAM global ist es sehr wichtig, dass Menschen für die Arbeit und die Mitarbeitenden beten. Es gibt regionale Gebetsgruppen, denen du dich gerne anschliessen kannst.

  • Du organisierst gerne? Warum nicht einen Sponsorenlauf für ein Projekt auf die Beine stellen, einen Bazar organisieren, ein Sponsorenessen aufgleisen, bei einem Adventsmarkt mitmachen oder sich eine sonstige Spendenaktion ausdenken?
  • Du hast Menschen in deinem Umfeld, die für eine der offenen Stellen von SAM global in Frage kommen? Mache Werbung für einen Einsatz mit SAM global!
  • Warst du mit SAM global im Einsatz oder auf einer Projektreise? Mache einen Foto-Abend und erzähle von deinen Erlebnissen!
  • Du möchtest auf strategischer Ebene mitwirken? Werde Teil unserer Projektträgerkreise und Supportgruppen und/oder werde Mitglied bei unserem Verein!
  • Du bist in einer Kirchgemeinde aktiv? Mache einen Infoabend zu einem Projekt oder lade unsere Heimataufenthalter für einen Vortrag oder  eine Predigt ein! Auch Programme mit Kindern oder Jugendlichen gestalten wir gerne.
  • Du bist mehr der praktische Typ? Immer wieder suchen wir Freiwillige, die uns für die Versände ein paar Stunden ihrer Zeit schenken.
  • Du kennst Stiftungen, welche ein Engagement im Ausland unterstützen? Hilf uns, Kontakte herzustellen!

Danke, dass du mit uns die Vision teilst, mit Bildung Leben zu verändern!

Warum schickt SAM global europäische Fachleute in die Einsatzländer? Ist das überhaupt noch zeitgemäss?

SAM global sieht in der Nähe ihrer Mitarbeitenden zur lokalen Bevölkerung eine grosse Stärke. Dies ist eine Lebens- und Arbeitsweise, welche von der lokalen Bevölkerung sehr geschätzt wird und ein vertieftes gegenseitiges Lernen ermöglicht. Dieses Lernen erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. So teilt man neben Fachwissen und Know-how auch den Alltag und den Glauben miteinander.
Auch für Unité, den Schweizerischen Verband für personelle Entwicklungszusammenarbeit, bleiben Personaleinsätze zeitgemäss und ein Mehrwert: «Die durch Austausch und Transfer geprägten Einsätze in der Personellen EZA beinhalten eine menschliche (interpersonelle) Dimension. Wichtig dabei sind der Basisbezug (Mikro- und Meso-Niveau) sowohl in der Arbeit wie im täglichen Leben, das exemplarische, emanzipatorisch-partizipative Lernen sowie ein effizienter und wirksamer Mitteleinsatz.»

Kann ich vor Ort erleben, was mit meinen Spenden passiert?

Ja, ein Besuch vor Ort ist teilweise möglich. Immer wieder finden in den Ländern Projektreisen statt, auf die wir dich gerne mitnehmen. Falls du individuell reisen möchtest, lässt sich auch das häufig organisieren. Melde dich bei uns!

Welche Voraussetzungen braucht es für einen Einsatz?

Das ist abhängig von der Dauer, dem Einsatzland und der konkreten Aufgabe. Für einen Kurzeinsatz beispielsweise muss man mindestens 18 Jahre alt sein, ein abgeschlossenes Studium, Matura oder Berufsausbildung haben und bereit sein, die Landessprache zu lernen. Für einen Langzeiteinsatz sind je nach Aufgabe ein bestimmtes Ausbildungsniveau und/oder eine theologische Ausbildung sowie je nach Stelle weitere Kompetenzen benötigt.

Bei allen Einsätzen ist es wichtig, bereit zu sein, sich im Team einzuordnen, anderen Kulturen mit Offenheit und Respekt zu begegnen, die Regeln vor Ort einzuhalten und unter einfachen Bedingungen zu leben. Zudem gehören der Aufbau eines Trägerkreises (oder die Selbstfinanzierung bei Einsätzen bis zu sechs Monaten) und die Identifikation mit den christlichen Werten von SAM global zu den Voraussetzungen. Mehr Informationen findest du auf den jeweiligen Stelleninseraten.

Bei Fragen kannst du dich gerne jederzeit bei uns melden: engagement@sam-global.org

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