ActionVIVRE Süd

Erfülltes Leben für Peul

Fouta Djallon

ActionVIVRE Süd

Durch Bildung tragen wir dazu bei, dass die Menschen Hoffnung fassen und ein Leben ohne Armut haben, über eine gesunde Identität verfügen und in ganzheitlich versöhnten Beziehungen zu ihren Mitmenschen und zu Gott leben. Wir haben einen Kindergarten, eine duale Bauhandwerkerausbildung und ein Studienzentrum für Jugendliche.

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PROJEKTE

AUSGANGSLAGE

Guinea ist eines der ärmsten Länder der Welt – einer der Hauptgründe dafür ist mangelnde Bildung. Zahlreiche Jugendliche und Erwachsene können trotz Schulbildung nicht lesen und schreiben und besonders Mädchen werden oft gar nicht eingeschult oder früh aus der Schule genommen. Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es kaum Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, wodurch sie praktisch keine Perspektive für die Zukunft haben. Viele junge Peul – die muslimische Hauptvolksgruppe im Action VIVRE Gebiet – träumen darum von Europa und setzen alles daran, nach Europa zu fliehen. Weitere Probleme sind die schlechte medizinische Versorgung, häufige Verbrennungen durch das Kochen über offenem Feuer und Mangelernährung aufgrund von fehlendem Wissen.

SAM GLOBAL

UNTERSTÜTZEN und Leben verändern!

ActionVIVRE Süd

projektbeschrieb

Berufsausbildung  / Bauhandwerkerschule

Wer die Prüfung fürs Gymnasium (Lycée) nicht schafft oder später die Matura (Bac) nicht besteht, kann nicht studieren. Zum Studium gibt es keine wirklichen Alternativen in Guinea, anders als in der Schweiz. Wir sind überzeugt vom dualen Bildungssystem und haben eine Berufsschule für Bauhandwerker (Maurer, Schreiner, Zimmermänner) aufgebaut, die gut besucht wird. Die Lernenden lernen praktisch arbeiten, da Bauaufträge / Schreineraufträge angenommen und erledigt werden. So lernen sie von Grund auf, wie Häuser gebaut und Möbel produziert werden. Sie können sich gleichzeitig die notwendigen theoretischen Kenntnisse aneignen, da auch der Theorieunterricht dazugehört. Zuerst erlebten wir viel Skepsis, da Arbeit mit der Hand nicht viel gilt in Guinea. Aber inzwischen hat die Schule einen guten Ruf, da die Resultate der Handwerker (Möbel, Gebäude) überzeugen. Ehemalige Lernende sind zu guten Vorarbeitern geworden.

Vorschulausbildung

Man spricht von Ecole Maternelle, und ja, es ist eigentlich schon Schule, denn man versucht den Kindern das Alphabet und 1x1 einzutrichtern. Wir haben einen Kindergarten gegründet, denn wir sehen eine grosse Bedeutung, den Kindern auch kreative Fertigkeiten zu vermitteln und sie dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen. Sie sollen singen, basteln und spielen können, ja ganzheitlich gefördert werden und natürlich auch das 1x1 und das Alphabet lernen, sowie ein wenig Französisch. Die Kinder kommen gerne in den Unterricht und die Eltern stellen unschwer fest, dass sie gefördert werden und viel dazu lernen. Dadurch werden sie optimal auf die Schule vorbereitet. Oft können sie nach einem Jahr im Kindergarten mehr als die Kinder, die bereits ein Jahr die öffentliche Schule besucht haben.

Studienzentrum für Jugendliche im Bereich Englisch und Computer

In Partnerschaft mit der VBG (in Guinea GBU/GBEEG) betreiben wir ein Studienzentrum, welches rege besucht wird. Da es keine Clubs oder sonstige Freizeitbeschäftigungen gibt, lieben es die Jugendlichen, für Computer- und Englischkurse sowie zum Spielen ins Studienzentrum zu kommen. Neben dem, was die Jugendlichen fachlich lernen, gibt es auch die Möglichkeit, mit ihnen über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen und auch ethische Fragen zu diskutieren.

Behandlung von Verbrennungsopfern

Da auf offenem Feuer gekocht wird, kommt es immer wieder zu schlimmen Verbrennungen. Werden diese nicht richtig behandelt, kann es zu schweren Infektionen oder schlimmen Narben, in extremen Fällen sogar zum Tod, kommen. Wir behandeln die Verbrennungsopfer, damit es keine Infektionen gibt, die Narbenbildung möglichst gering bleibt und keine Kontrakturen entstehen.  Mit natürlichen Mitteln, die vor Ort vorhanden sind, werden wirkungsvoll Salben hergestellt und auch einzelne ausgebildet, wie man Verbrennungen fachgerecht behandelt.  

Bau von Lehmöfen als Prävention von Verbrennungen

Umfallende Kochtöpfe sind die Hauptursache für Verbrennungen. Ist ein Kochtopf umgeben von Lehm, kann er nicht umfallen. Ein Lehmofen hat auch grosse ökologische Vorteile, da es viel weniger Rauchentwicklung gibt und der Verbrauch von Brennholz um mehr als die Hälfte reduziert wird.

ProAGRO

Inzwischen sind drei Agronome im Einsatz, um die Dorfbevölkerung zu schulen, wie sie nachhaltigere und produktivere Landwirtschaft betreiben können. Da die Erträge z.B. der Reisfelder oft verdreifacht werden können, sind viele offen, die neuen Methoden zu erlernen und anzuwenden. Die für alle sichtbaren Resultate bewirken, dass unsere Agronome gerne eingeladen werden.  

Über unsere EINSÄTZE

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich mich in der Schweiz engagieren, abgesehen vom Spenden?

Für SAM global ist es sehr wichtig, dass Menschen für die Arbeit und die Mitarbeitenden beten. Es gibt regionale Gebetsgruppen, denen du dich gerne anschliessen kannst.

  • Du organisierst gerne? Warum nicht einen Sponsorenlauf für ein Projekt auf die Beine stellen, einen Bazar organisieren, ein Sponsorenessen aufgleisen, bei einem Adventsmarkt mitmachen oder sich eine sonstige Spendenaktion ausdenken?
  • Du hast Menschen in deinem Umfeld, die für eine der offenen Stellen von SAM global in Frage kommen? Mache Werbung für einen Einsatz mit SAM global!
  • Warst du mit SAM global im Einsatz oder auf einer Projektreise? Mache einen Foto-Abend und erzähle von deinen Erlebnissen!
  • Du möchtest auf strategischer Ebene mitwirken? Werde Teil unserer Projektträgerkreise und Supportgruppen und/oder werde Mitglied bei unserem Verein!
  • Du bist in einer Kirchgemeinde aktiv? Mache einen Infoabend zu einem Projekt oder lade unsere Heimataufenthalter für einen Vortrag oder  eine Predigt ein! Auch Programme mit Kindern oder Jugendlichen gestalten wir gerne.
  • Du bist mehr der praktische Typ? Immer wieder suchen wir Freiwillige, die uns für die Versände ein paar Stunden ihrer Zeit schenken.
  • Du kennst Stiftungen, welche ein Engagement im Ausland unterstützen? Hilf uns, Kontakte herzustellen!

Danke, dass du mit uns die Vision teilst, mit Bildung Leben zu verändern!

Warum schickt SAM global europäische Fachleute in die Einsatzländer? Ist das überhaupt noch zeitgemäss?

SAM global sieht in der Nähe ihrer Mitarbeitenden zur lokalen Bevölkerung eine grosse Stärke. Dies ist eine Lebens- und Arbeitsweise, welche von der lokalen Bevölkerung sehr geschätzt wird und ein vertieftes gegenseitiges Lernen ermöglicht. Dieses Lernen erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. So teilt man neben Fachwissen und Know-how auch den Alltag und den Glauben miteinander.
Auch für Unité, den Schweizerischen Verband für personelle Entwicklungszusammenarbeit, bleiben Personaleinsätze zeitgemäss und ein Mehrwert: «Die durch Austausch und Transfer geprägten Einsätze in der Personellen EZA beinhalten eine menschliche (interpersonelle) Dimension. Wichtig dabei sind der Basisbezug (Mikro- und Meso-Niveau) sowohl in der Arbeit wie im täglichen Leben, das exemplarische, emanzipatorisch-partizipative Lernen sowie ein effizienter und wirksamer Mitteleinsatz.»

Kann ich vor Ort erleben, was mit meinen Spenden passiert?

Ja, ein Besuch vor Ort ist teilweise möglich. Immer wieder finden in den Ländern Projektreisen statt, auf die wir dich gerne mitnehmen. Falls du individuell reisen möchtest, lässt sich auch das häufig organisieren. Melde dich bei uns!

Welche Voraussetzungen braucht es für einen Einsatz?

Das ist abhängig von der Dauer, dem Einsatzland und der konkreten Aufgabe. Für einen Kurzeinsatz beispielsweise muss man mindestens 18 Jahre alt sein, ein abgeschlossenes Studium, Matura oder Berufsausbildung haben und bereit sein, die Landessprache zu lernen. Für einen Langzeiteinsatz sind je nach Aufgabe ein bestimmtes Ausbildungsniveau und/oder eine theologische Ausbildung sowie je nach Stelle weitere Kompetenzen benötigt.

Bei allen Einsätzen ist es wichtig, bereit zu sein, sich im Team einzuordnen, anderen Kulturen mit Offenheit und Respekt zu begegnen, die Regeln vor Ort einzuhalten und unter einfachen Bedingungen zu leben. Zudem gehören der Aufbau eines Trägerkreises (oder die Selbstfinanzierung bei Einsätzen bis zu sechs Monaten) und die Identifikation mit den christlichen Werten von SAM global zu den Voraussetzungen. Mehr Informationen findest du auf den jeweiligen Stelleninseraten.

Bei Fragen kannst du dich gerne jederzeit bei uns melden: engagement@sam-global.org

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