Situation im Land
Im «Land der aufrichtigen Menschen» hat sich seit 2016 vieles zum Schlechten verändert. 2022 kam es zu zwei Militärputschen. Seither regiert eine Militärregierung unter Hauptmann Ibrahim Traoré, die ihre Übergangszeit bis 2029 verlängert hat. Anfang 2025 ist Burkina Faso zusammen mit Mali und Niger aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS ausgetreten; die drei Länder haben sich zur «Allianz der Sahelstaaten» zusammengeschlossen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät von Reisen nach Burkina Faso ab. Regierung und Armee haben die Sicherheitslage nicht im Griff.
Im Norden des Landes gibt es grosse Goldvorkommen. Diese werden teils unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen abgebaut. Der kostbare Rohstoff gelangt in grossen Mengen über Nachbarstaaten in die Golfregion und wird so reingewaschen. Die Korruption trägt dazu bei, dass die Bevölkerung kaum etwas von diesen Bodenschätzen profitieren kann.