Nachhaltige Landwirtschaft

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Bäuerinnen und Bauern organisieren sich in Gruppen, lernen nachhaltige Anbaumethoden und legen gemeinsame Felder und Getreidebanken an – so sichern sie ihre Ernährung und schaffen eine wirtschaftliche Grundlage.

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Guinea

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AUSGANGSLAGE

Viele guineische Bauernfamilien leben von kleinen Feldern mit geringen Erträgen. Nach der Ernte müssen sie ihren Reis oft günstig verkaufen und ihn vor der nächsten Ernte teuer zurückkaufen.

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Nachhaltige Landwirtschaft
projektbeschrieb
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Vier aufeinander aufbauende Elemente gehören zum Projekt: Interessierte Bauern und Bäuerinnen einer Region organisieren sich in einer Gruppe. Gemeinsam besuchen sie einen zweitägigen Kurs zu den Themen Umwelt, Bodenfruchtbarkeit, neue Produktionsmethoden und gesunde Ernährung, der von einem der guineischen ProAGRO-Mitarbeitenden durchgeführt wird. Für den Kurs bezahlen sie ein kleines Kursgeld. Später folgt die Anwendung in der Praxis mit einem Demonstrationsfeld. Die einzelnen Arbeitsschritte werden praktisch eingeübt mit dem Ziel, dass die Kursteilnehmenden das Gelernte auf ihren eigenen Feldern anwenden. Nach Möglichkeit legt sich die Gruppe ein gemeinschaftliches Feld an, auf dem die Teilnehmenden die Methoden ausprobieren und weitere Erfahrungen sammeln sowie gemeinsam austauschen können. Die Mitarbeitenden von ProAGRO betreuen diese Gruppen nach dem Kurs durch regelmässige Besuche. Ein weiterer Teil von ProAGRO ist die Verbesserung der Qualität in der Ernährung. Dabei wird der Anbau von Gemüse und proteinreichen Pflanzen wie Soja und Moringa gefördert. Durch Kochdemonstrationen wird gezeigt, wie diese Naturprodukte verarbeitet und zubereitet werden können. ‍ProAGRO wurde von SAM global zusammen mit der einheimischen Organisation OGDC (Organisation Guinéenne pour le Développement Communautaire) gestartet. Inzwischen ist die Verantwortung voll bei OGDC, die heute selbständig arbeitet. SAM global unterstützt das Projekt mit Finanzen, Beratung und regelmässigen Einsätzen von Fachkräften. Der grösste Teil der Finanzierung kommt von <a href="https://www.brot-fuer-die-welt.de/">Brot für die Welt</a>.

ProAGRO unterstützt zudem interessierte Gruppen dabei, Getreidebanken anzulegen, um dort einen Teil der Ernten gemeinsam zu lagern und zu verwalten. Dies hilft der Gruppe, die oft auftretenden Engpässe in der Versorgung zu überbrücken und eine wirtschaftliche Tätigkeit aufzubauen. ProAGRO stellt dafür einen Kredit zur Verfügung, der im Verlauf von drei Jahren zurückgezahlt wird. Mit diesem Geld können dann neue Getreidebanken mitfinanziert werden. Diese Getreidebanken sind auch darum wichtig, dass nicht Händler den Bauern den Reis nach der Ernte günstig abkaufen (Überangebot) und dann vor der neuen Ernte den gleichen Bauern überteuert (da Angebot knapp) wieder verkaufen.

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Warum schickt SAM global europäische Fachleute in die Einsatzländer? Ist das überhaupt noch zeitgemäss?

SAM global sieht in der Nähe ihrer Mitarbeitenden zur lokalen Bevölkerung eine grosse Stärke. Dies ist eine Lebens- und Arbeitsweise, welche von der lokalen Bevölkerung sehr geschätzt wird und ein vertieftes gegenseitiges Lernen ermöglicht. Dieses Lernen erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. So teilt man neben Fachwissen und Know-how auch den Alltag und den Glauben miteinander.
Auch für Unité, den Schweizerischen Verband für personelle Entwicklungszusammenarbeit, bleiben Personaleinsätze zeitgemäss und ein Mehrwert: «Die durch Austausch und Transfer geprägten Einsätze in der Personellen EZA beinhalten eine menschliche (interpersonelle) Dimension. Wichtig dabei sind der Basisbezug (Mikro- und Meso-Niveau) sowohl in der Arbeit wie im täglichen Leben, das exemplarische, emanzipatorisch-partizipative Lernen sowie ein effizienter und wirksamer Mitteleinsatz.»

Kann ich vor Ort erleben, was mit meinen Spenden passiert?

Ja, ein Besuch vor Ort ist teilweise möglich. Immer wieder finden in den Ländern Projektreisen statt, auf die wir dich gerne mitnehmen. Falls du individuell reisen möchtest, lässt sich auch das häufig organisieren. Melde dich bei uns!

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