Landkarte Sri Lanka mit Einsatzgebiete von SAM global

Sri Lanka

Asien

Einsatzland
Sri Lanka

Sri Lanka, auch «Träne Indiens» genannt, ist eine paradiesische Insel, welche auch dank reicher Kultur zu einem touristischen Hotspot wurde. Die äussere Schönheit der Insel täuscht leider über die innere Zerbrochenheit der ehemaligen Kolonie hinweg. Ceylon, so ihr früherer Name, ist nämlich auch gekennzeichnet durch einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg, einen verheerenden Tsunami, terroristische Anschläge und eine schwere Wirtschaftskrise.

Jetzt spendenJetzt mitarbeiten

Sri Lanka

… im Vergleich mit der Schweiz

1.59

×

so gross wie die Schweiz

23.0

Schweiz:
9.1
Einwohnerzahl in Millionen

89

.

Schweiz:
2
.
Rang im Human Development Index (von 193 Ländern)

370

Schweiz:
227
Bevölkerungsdichte in Einwohner pro km2

4516

Schweiz:
115620
Bruttoinlandprodukt pro Kopf in $ / Jahr

SAm Globals
Unterstützung

Um die Nachfrage nach gut ausgebildeten Pastoren und Theologinnen der wachsenden Gemeinden zu bedienen, arbeitet SAM global mit fünf theologischen Ausbildungsstätten zusammen. An diesen Schulen studieren Tamilen und Singhalesen gemeinsam, wodurch Vorurteile zwischen den beiden teilweise immer noch verfeindeten Volksgruppen abgebaut werden und Freundschaften entstehen können. Um die Schulen baulich zu erweitern, hat SAM global mehrere Baucamps mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Schweiz durchgeführt. Daraus wuchs der Wunsch, jungen Sri-Lankern eine fundierte duale Ausbildung als Baufachleute anbieten zu können, um ihnen eine solide Erwerbsmöglichkeit zu eröffnen und auch die Bauqualität im Land zu verbessern. 2011 wurde deshalb das College for Construction Skills (CCS) im Nordosten der Insel aufgebaut, wo seither Lehrlinge ausgebildet werden.

Unsere

Hauptprojekte

CCS Handwerkerschule

Eine solide Ausbildung für Jugendliche

ProEQUIP Sri Lanka

Förderung der Versöhnung
Unsere Vision: 
Mit Bildung Leben verändern!

Über das Land
Sri Lanka

Besonderheiten

Acht Weltkulturerbestätten stehen in Sri Lanka – und diese werden immer häufiger besucht: Das Land wurde in den letzten Jahren zu einem beliebten Touristenziel. Kulinarisch bekannt sind vor allem Tee, Kaffee und Gewürze.
Eine Besonderheit in Sri Lanka ist, dass fast überall mit der rechten Hand gegessen wird: Die Einheimischen sind überzeugt, dass ihr Essen so einen besseren Geschmack entfaltet. Irritiert ist man in Sri Lanka zu Beginn auch, wenn ein Gesprächspartner bei Fragen häufig den Kopf schüttelt – Kopfschütteln bedeutet dort «Ja».

Situation im Land

Lange galt Sri Lanka als fortschrittliches Land, bis 1983 ein Bürgerkrieg zwischen den beiden grössten Volksgruppen, den Singhalesen und den Tamilen, ausbrach. Über 25 Jahre lang wütete der brutale und blutige Krieg, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Das Land ist in seiner Entwicklung weit zurückgefallen, vielerorts herrscht Armut.

Nach den Terroranschlägen an Ostern 2019 und der Coronapandemie stürzte Sri Lanka 2022 in die schwerste Wirtschaftskrise seit seiner Unabhängigkeit: Treibstoff, Medikamente und Lebensmittel wurden knapp, das Land konnte seine Auslandsschulden nicht mehr bedienen, und Massenproteste führten zum Rücktritt des Präsidenten. Seither erholt sich die Wirtschaft mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds langsam, doch viele Familien kämpfen weiterhin mit hohen Lebenshaltungskosten. 2024 wählte die Bevölkerung mit Anura Kumara Dissanayake einen Präsidenten, der den Kampf gegen Korruption ins Zentrum stellt. Ende November 2025 richtete der Zyklon «Ditwah» mit Überschwemmungen und Erdrutschen im ganzen Land schwere Schäden an.

Herausforderungen: Arbeitslosigkeit und Armut

Besonders junge Menschen sind stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 20 %, und viele junge Erwachsene sehen für sich keine Perspektive im eigenen Land. Leider haben sie sich weitgehend daran gewöhnt, dass sie von Verwandten, die während des Bürgerkriegs ins Ausland geflüchtet sind, finanziell unterstützt werden. Nur mit guten und ganzheitlichen Ausbildungsprogrammen kann diese Perspektivlosigkeit und weitverbreitete Passivität überwunden werden.

Glaube und Religion

Während dem Bürgerkrieg wurden nicht-buddhistische Religionsgemeinschaften stigmatisiert. Vor allem Christen wurden verfolgt und diskriminiert, was viele von ihnen in die Armut trieb. Mit dem Regierungswechsel 2015 hat sich auch die Lage für Christen vorerst verbessert. Seit den islamistisch motivierten Anschlägen von 2019 werden Minderheiten wie Christen oder Muslime wieder vermehrt tätlich angegriffen.