Situation im Land
Lange galt Sri Lanka als fortschrittliches Land, bis 1983 ein Bürgerkrieg zwischen den beiden grössten Volksgruppen, den Singhalesen und den Tamilen, ausbrach. Über 25 Jahre lang wütete der brutale und blutige Krieg, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Das Land ist in seiner Entwicklung weit zurückgefallen, vielerorts herrscht Armut.
Nach den Terroranschlägen an Ostern 2019 und der Coronapandemie stürzte Sri Lanka 2022 in die schwerste Wirtschaftskrise seit seiner Unabhängigkeit: Treibstoff, Medikamente und Lebensmittel wurden knapp, das Land konnte seine Auslandsschulden nicht mehr bedienen, und Massenproteste führten zum Rücktritt des Präsidenten. Seither erholt sich die Wirtschaft mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds langsam, doch viele Familien kämpfen weiterhin mit hohen Lebenshaltungskosten. 2024 wählte die Bevölkerung mit Anura Kumara Dissanayake einen Präsidenten, der den Kampf gegen Korruption ins Zentrum stellt. Ende November 2025 richtete der Zyklon «Ditwah» mit Überschwemmungen und Erdrutschen im ganzen Land schwere Schäden an.