ProAGRO

 
 
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Vision

Die Lebensgrundlagen und die Ernährungsbasis für die ländliche Bevölkerung Guineas werden quantitativ und qualitativ schrittweise verbessert

Ort 

Mehrere Präfekturen in der Waldregion von Guinea

Projektstart 2010

 

Ausgangslage

Die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung in Guinea ist in der Landwirtschaft tätig, vor allem als Kleinbauern. Dabei werden in erster Linie Lebensmittel für die Eigenversorgung der Familie produziert.
Fehlende Mittel und mangelndes Wissen führen dazu, dass die Erträge auf den Feldern oft sehr schlecht sind und die Familien kaum davon leben können. Traditionelle landwirtschaftliche Methoden, wie zum Beispiel die Brandrodung, sind Ursache für eine Verarmung der Böden und für verstärkte Erosion. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass die Bauern aufgeben. Viele von ihnen ziehen in die ohnehin überfüllten Grossstädte, wo sie aber nur schlechte Arbeitschancen haben.
Ein weiteres grosses Problem ist die einseitige und  unausgewogene Ernährung, die vor allem für Frauen und Kinder negative Folgen hat.

Das Projekt 

ProAGRO bildet guineische Mitarbeitende als Berater und Kursleiter im Bereich Landwirtschaft aus. Diese reisen nach der Ausbildung in verschiedene Dörfer, um die Bevölkerung darin zu schulen, wie sie ihre Anbaumethoden verbessern und ihre Ernte steigern können. Derzeit sind 25 einheimische Mitarbeitende in sechs Präfekturen der Waldregion und in einem Pioniergebiet des Fouta tätig. Jährlich führen sie rund 300 Schulungen mit 10-15 Personen durch – wobei die Nachfrage aufgrund der guten Ergebnisse laufend steigt. Dank der verbesserten Lebensgrundlagen erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner eine Perspektive für das Leben auf dem Land und müssen nicht in die ohnehin überfüllten Grossstädte ziehen, wo eine unsichere Zukunft auf sie wartet.

Vier aufeinander aufbauende Elemente gehören zum Projekt:

  • Interessierte Bauern und Bäuerinnen einer Region organisieren sich in einer Gruppe. Gemeinsam besuchen sie einen zweitägigen Kurs zu den Themen Umwelt, Bodenfruchtbarkeit, neue Produktionsmethoden und gesunde Ernährung, der von einem der guineischen ProAGRO-Mitarbeitenden durchgeführt wird. Für den Kurs bezahlen sie ein kleines Kursgeld.
     

  • Später folgt die Anwendung in der Praxis mit einem Demonstrationsfeld. Die einzelnen Arbeitsschritte werden praktisch eingeübt mit dem Ziel, dass die Kursteilnehmer das Gelernte auf ihren eigenen Feldern anwenden. Nach Möglichkeit legt sich die Gruppe ein gemeinschaftliches Feld an, auf dem die Teilnehmenden die Methoden ausprobieren und weitere Erfahrungen sammeln sowie gemeinsam austauschen können. Die Mitarbeitenden von ProAGRO betreuen diese Gruppen nach dem Kurs durch regelmässige Besuche.
     

  • Eine nächste Stufe ist die Gründung einer Getreidebank: ProAGRO unterstützt interessierte Gruppen dabei, Getreidebänke mit einer Kapazität von bis zu 20 Tonnen Reis anzulegen, um dort einen Teil der Ernten gemeinsam zu lagern und zu verwalten. Dies hilft der Gruppe, die oft auftretenden Engpässe in der Versorgung zu überbrücken und eine wirtschaftliche Tätigkeit aufzubauen. ProAGRO stellt dafür einen Kredit zur Verfügung, der im Verlauf von drei Jahren zurückgezahlt wird. Mit diesem Geld können dann neue Getreidebanken mitfinanziert werden.

  • Ein weiterer Teil von ProAGRO ist die Verbesserung der Qualität in der Ernährung. Dabei wird der Anbau von Gemüse und  proteinreichen Pflanzen wie Soja und Moringa gefördert. Durch Kochdemonstrationen wird gezeigt, wie diese Naturprodukte verarbeitet und zubereitet werden können. 

ProAGRO wurde von SAM global gestartet. Inzwischen wurde die Verantwortung der einheimischen Organisation OGDC (Organisation Guinéenne pour le Développement Communautaire) übertragen, die heute weitgehend selbständig arbeitet. SAM global unterstützt das Projekt mit Finanzen, Beratung und regelmässigen Einsätzen von Fachkräften. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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