Zum Schmunzeln – mit Kindern in Afrika

Aktualisiert: Jan 22

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen – und natürlich auch die Leute und Kultur in den Einsatzländern.


Familie R., Kamerun (2010-2016) und Sri Lanka (ab Ende 2019)


Abigajil hat während dem Taufgottesdienst ihr Bäbi mit einem Stofftuch auf den Rücken gebunden, ist zu den einheimischen Frauen hinüberspaziert und hat sich ganz selbstverständlich mitten auf die vorderste Bank zwischen andere kindertragende Frauen gesetzt.


Kaum konnte Amos laufen, ging er regelmässig in die Schreinerei hinter unserem Haus, um mitzuhelfen und zu kontrollieren. Er wurde jeweils mit «Bonjour le Supervisor» begrüsst. Sein allererstes Wort war «tappugo» (Nägel einschlagen).


Abigajil hat mit 15 Monaten einer Nachbarin bei uns im Quartier geholfen, Wäsche im Zuber zu waschen. Als der kleine Junge der Frau zu ihr kam und mit der Hand im Zuberwasser spielen wollte, sagte sie im selben Ton wie dessen Mutter bestimmt und laut «laisse!» und wusch ihr Wäschestück recht geschickt weiter.


Familie T., Guinea (2011-2019)


Eloan erzählt einem erstaunten Besucher aus der Schweiz, dass unser Wächter schon mal einen Koran getötet habe. Der Besucher fragt nach und merkt dann, dass Eloan einen Waran gemeint hat.


Als Amael drei Jahre alt war, bekam er zu Weihnachten ein kleines Kochset. Schnurstracks ging er nach draussen, holte sich drei Steine und bildete damit eine typisch guineische Kochstelle, auf die er dann seine kleinen Pfannen stellte.


Erinn: «Wenn ich gross bin, will ich einen Beruf, der nicht zu streng ist, bei dem man viel verdient und der einfach rockt. Zum Beispiel Missionar.»


Im ersten Heimataufenthalt besuchten wir ein Restaurant und freuten uns alle auf Schnitzel, Pommes und Co. Beim Vorlesen der Speisekarte fing Amael (damals 3 Jahre alt) an zu weinen: «Ich will aber Reis und Sauce!»


Familie V., Guinea (seit 2013)


Im ersten Heimataufenthalt in der Schweiz hat Céline (damals 3 Jahre alt) immer die Schuhe ausgezogen, bevor sie ein Haus betreten hat, so wie das in Guinea üblich ist – das galt auch für die Gemeinde oder den Migros.


Als Céline sprechen lernte, konnte sie die Sprachen nicht benennen. Schweizerdeutsch wurde einfach zu «weiss» (die Sprache, welche die weissen Menschen in ihrem Umfeld sprachen) und Französisch zu «schwarz» (die Sprache, die die Einheimischen mit uns sprachen). Das klang dann so: «Mama und Daddy sprechen weiss und unsere Nachbarn sprechen schwarz.»


Letzthin erklärte Céline einem Maurer, der bei uns Arbeiten ausführte, dass man seine Kinder nicht schlagen soll, wenn sie nicht gehorchen. Man soll sie in ein Zimmer stellen, die Türe schliessen und nach zehn Minuten wieder kommen und es dem Kind nochmals in Ruhe erklären.

Céline erzählt auch gerne von Gott: «Der wahre Gott kann Kranke heilen und in einer Minute zehn Bäume wachsen lassen!»


Céline schwärmte nach einem der ersten Schultage: «Das ist die beste Schule auf der gaaanzen Welt!» – Sie ist die einzige Schülerin ihrer Lehrerin.


Familie D., Guinea (seit 2017)


Uns kam eine verschleierte Frau entgegen. Marc Lamine (damals 2.5 Jahre alt) zeigte mit ausgestrecktem Arm und Finger auf sie und sagte: «Mama, die Frau ist komisch!» Mir war das etwas peinlich (auch wenn sie es natürlich nicht verstanden hatte), zumal ich ja ihre Reaktion nicht in ihrem Gesicht ablesen konnte. Aber sie reagierte sehr freundlich auf meinen Gruss. Als wir weitergingen, fragte ich Marc, was denn so komisch sei. Er sagte: «Sie hat sich versteckt» und fing an zu lachen.

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