Wieso äussert sich SAM global zur Konzernverantwortungsinitiative?

Aktualisiert: Nov 9


Andreas Zurbrügg, Länderverantwortlicher Sahel und Verantwortlicher Qualitätsmanagement bei SAM global, gibt im Interview Auskunft darüber, weshalb SAM global sich zu einer politischen Initiative äussert, und dies obwohl das in den letzten 131 Jahren nur ganz selten der Fall war?



Weshalb äussert sich SAM global ausnahmsweise zu einer politischen Diskussion?

Weil wir erstens als EZA-Organisation eine Verantwortung in der Gesellschafft wahrnehmen wollen, zweitens die von der KOVI verteidigten Werte auch unsere Werte sind und drittens, weil Menschen in einigen unserer Einsatzländern direkt betroffen sind.


Wieso steht SAM global hinter der Konzernverantwortungsinitiative?

Wir setzen uns für Gerechtigkeit in unseren Einsatzländern ein. Die KOVI kämpft gegen die Ungerechtigkeit. Wir verfolgen also dieselben Ziele.


Wie hat SAM global in Zukunft vor, sich bei politischen Debatten zu positionieren?

Es gibt spezifische Themen, zum Beispiel «gleiches Recht für Alle», bei denen wir als Christen eine klare Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen müssen. Als SAM global wollen wir unseren Teil dazu beitragen. Generell sind wir bei politischen Diskussionen jedoch sehr zurückhaltend.


Gehört SAM global zu einer bestimmten politischen Partei?

Nein.


Inwiefern sind die Einsatzländer von SAM global durch Grosskonzerne von Menschenrechts- und Umweltschutzverletzungen betroffen?

Konkret kommt mir die Gewässerverseuchung im Südtschad und die Kinderarbeit in den Goldminen von Burkina Faso in den Sinn. Das Gold wird zwar auf seinem Weg in die Schweiz «reingewaschen» - Tatsache ist, dass rund 70% des weltweiten Goldes über die Schweiz gehandelt wird. Wir tragen diesbezüglich eine grosse Verantwortung. Auch die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien nimmt den Ribeirinhos (Flussbewohner/innen) die Lebensgrundlage. Viele Kleinbauern leben von den Erträgen des Regenwaldes. Auch in Guinea sind Diamanten und Goldminen ein Thema, wo Ausbeutung und Kinderarbeit zur Tagesordnung gehören.


Beispiel aus dem Tschad: https://konzern-initiative.ch/beispiel/glencore-verantwortlich-fuer-schwere-hautverletzungen-im-tschad/

Beispiel zum Thema Kinderarbeit: https://www.srf.ch/news/international/gold-aus-kinderhaenden


Über 130 Organisationen (Menschenrechts- und Umweltorganisationen, Hilfswerke, christliche Organisationen) unterstützen die Initiative: wieso denken Sie, dass sich gerade Kirchen hier so stark einsetzen, wo die Kirche doch sonst nicht so stark politisiert?

Die Initiative setzt sich für klar christliche Werte wie Menschenrechte, Nächstenliebe oder Bewahrung der Schöpfung ein. Die Bibel bezieht klar Stellung zu diesen Themen, wieso sollte es die Kirche nicht tun?


www.kirchefuerkonzernverantwortung.ch


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