Nach Afrika gehen, um Schweizer Kinder zu unterrichten?!

Aktualisiert: 13. Sept 2018

  • «Was machst du eigentlich in Guinea?»

  • «Ich unterrichte!»

  • «Oh wow, also so eine Klasse mit 50 afrikanischen Kindern! Und, ist das nicht super schwierig?»

  • «Äh, nein, ich habe nur zwei Schüler, und es sind Schweizer.»

  • «WAS? Warum bist du denn in Afrika??»


Ja genau, warum eigentlich? Weshalb in ein fremdes Land gehen, wenn man dort gar nicht direkt der einheimischen Bevölkerung hilft?


Wichtig für das ganze Projekt SAM global hat in verschiedenen Ländern Projekte, in denen engagierte Leute mitarbeiten – Gott sei Dank auch solche, die sich langfristig einsetzen und deshalb mit Familie ausreisen. Die Kinder dieser Familien kehren eines Tages in die Schweiz zurück und werden dann vermutlich eine Schweizer Schule besuchen. Damit sie dort den Anschluss finden können, ist es wichtig, dass sie eine gute Ausbildung bekommen, was jedoch in den Schulen in den Einsatzländern meist nicht möglich ist. Da komme ich ins Spiel: Meine Aufgabe ist es, zwei Schweizer Kinder, 2. und 4. Klasse, zwei ganze und drei halbe Tage pro Woche zu unterrichten. Dadurch können sich die Langzeitmitarbeitenden des Teams ganz auf die Arbeit mit der Bevölkerung konzentrieren. Ohne externe Lehrperson könnten die Projekte oft nicht richtig funktionieren – daher ist das ganze Team sehr dankbar, wenn jemand diese Aufgabe übernimmt!


Viel Kontakt mit der einheimischen Kultur Wie in der Schweiz auch, wohne, esse und lebe ich nicht in meinem Schulzimmer. Ausserhalb der Schulstunden habe ich Zeit und Gelegenheit, mit den Nachbarn zu plaudern, mich mit dem Motorrad fortzubewegen, auf dem Markt einzukaufen, mit den Lehrlingen in der Handwerkerschule zu essen, gemeinsam mit einer Freundin zu kochen, einen Ausflug zu unternehmen oder jemanden zu besuchen. Häufig ist der Schulstundenplan nicht so voll wie in der Schweiz, was bedeutet, dass man auch Zeit hat, sich in einem anderen Teil des Projekts zu engagieren. Ich gebe zum Beispiel den Lehrlingen der Handwerkerschule an einem Nachmittag pro Woche Nachhilfeunterricht.


Eine fixe Aufgabe tut gut In einer neuen Kultur zu leben und sich dieser anzupassen, braucht besonders zu Beginn viel Energie – alles ist anders: das Wohnen, Einkaufen, Essen, der Transport, die Sprache, die Begegnungen … da ist es meist eine Erleichterung, wenn wenigstens die Hauptaufgabe, in meinem Fall der Unterricht, keine kulturelle Anpassung erfordert. Ausserdem hat das Engagement als Lernhelferin den Vorteil, dass man genau weiss, weshalb man hier ist. Diese fixe Aufgabe schafft es einerseits, unser leistungsorientiertes Schweizer Gemüt zu stillen, andererseits hat die Arbeit ganz konkret eine sichtbar nachhaltige Wirkung. Da die Kinder in Fernschulprogramme eingeschrieben sind, ist ein grosser Teil des Schulmaterials schon vorhanden, die Lektionen sind vorbereitet. Das macht es auch für eine nicht ausgebildete Lehrkraft möglich, den Unterricht durchzuführen – aber auch für mich als Lehrerin ist es spannend, da ich viele kreative Ideen einbringen und mich voll auf die Pädagogik konzentrieren kann.


Noémie war für zwei Jahre als Kurzzeiterin in Guinea. Seit August 2018 ist sie Kurzzeitverantwortliche bei SAM global und studiert nebenbei an der AWM in Korntal, um sich für einen Langzeiteinsatz vorzubereiten.

Ehrenkodex_farb_CMYK.png

SAM global

 

SCHWEIZ
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur

 

T +41 52 269 04 69

winterthur@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

SAM global

 

SCHWEIZ – ROMANDIE
Impasse de Grangery 1
CH-1673 Ecublens/FR

 

T +41 76 565 81 20

ecublens@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

© 2016 by luis erharter SAM global inhouse design

S I T E M A P

UNSERE ARBEIT    /   LÄNDER UND PROJEKTE    /    EINSÄTZE    /   SPENDEN   /    HELFEN SIE MIT    /    ÜBER UNS    /    NEWS & MEDIA    /     KONTAKT

VISION

WERTE

TEAM

VORSTAND

PARTNER

FINANZEN

FAQ