Nächstenliebe leben – inmitten von Terror und Corona

In Burkina Faso und Kamerun breitet sich der islamistische Terror immer stärker aus. Das stellt die Menschen – gerade jetzt in der Corona-Krise – vor grosse Herausforderungen. Umso wichtiger werden kleine Lichtblicke der Hoffnung und Nächstenliebe: Ein Einblick ins bewegte Leben vor Ort.


Durch die weltweite Corona-Pandemie gehen andere Krisen schnell vergessen – Krisen, die jetzt aktueller denn je sind. «In Burkina Faso und Kamerun nehmen die Anschläge durch islamistische Terroristen stetig zu», sagt Andreas Zurbrügg, der bei SAM global für die Projekte in der Sahel-Region verantwortlich ist. Eigentlich müssten sich diese Länder jetzt mit allen Mitteln auf die Corona-Krise konzentrieren können, die eine riesige Herausforderung für die fragilen Gesundheitssysteme darstellt. Zudem droht durch die Ausgangssperren eine Hungersnot, denn viele Familien verdienen jeden Tag nur das, was sie zum Überleben brauchen, und dieses Einkommen fällt nun weg. Doch durch den Terror befinden sich diese Länder schon seit Monaten in einem Ausnahmezustand.


Plötzlich kam der Terror

In Burkina Faso bildet SAM global Frauen und Männer dafür aus, in Gebiete zu ziehen, in denen die frohe Botschaft von Jesus Christus noch kaum oder gar nicht bekannt ist. Dort dienen sie den Menschen praktisch und geben Gottes Liebe weiter. «Bis vor drei Jahren galt Burkina Faso als sehr sicher und friedlich», sagt Andreas Zurbrügg. «Dann kamen die ersten Anschläge – und seither hat sich der Terror fast ungebremst ausgebreitet. Heute ist ein Drittel des Landes Konfliktgebiet, eine halbe Million Menschen sind auf der Flucht.» Die Terrorgruppen haben es ganz besonders auf Kirchen und Gemeinden abgesehen. «Im letzten Dezember stürmten eines Morgens mehrere Kämpfer in den Gottesdienst unserer Partnerkirche, schickten die Frauen und Kinder nach Hause und töteten alle Männer.» Trotz allen Schwierigkeiten geht die Arbeit in den Gemeinden und im Ausbildungszentrum weiter: «Wir halten unsere Augen auf Gott gerichtet, der uns schützt und begleitet», sagt ein Mitarbeiter.


Die Spuren der Zerstörung

In Kamerun ist der Terror schon länger präsent: «2014 mussten wir alle Schweizer Mitarbeitenden evakuieren, weil die Angriffe von Boko Haram auf Europäer zunahmen», sagt Andreas Zurbrügg. «Die Projekte konnten Gott sei Dank weitergehen, aber seither war die Lage immer angespannt und jetzt ist es besonders schlimm geworden. Unzählige Menschen mussten schon fliehen, Christen werden ganz besonders oft zur Zielscheibe.» SAM global ist bereits seit 1953 in Kamerun tätig und hat mit Partnern Gesundheitszentren, Schulen und Gemeinden aufgebaut, um die Bevölkerung zu unterstützen. «Eines dieser Gesundheitszentren wurde bereits zweimal attackiert und verwüstet. Es ist das einzige Gesundheitszentrum weit und breit – die Terroristen zerstören damit die medizinische Versorgung für die ganze Region.»


Licht in der Dunkelheit

Das alles ist beängstigend – doch die einheimischen Mitarbeitenden lassen sich nicht entmutigen. «Wir möchten den Menschen hier helfen und ihnen Gottes Liebe und Hoffnung weitergeben», sagt Pastor Hamadina, der Präsident des Kirchenverbandes. «Mit der Unterstützung von SAM global können wir Boko Haram-Vertriebene mit Nothilfepaketen, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung unterstützen.» Dieses Jahr konnte das neue Gesundheitszentrum «Espérance» (Hoffnung) in der Region Touboro eröffnet werden, wo vor allem Flüchtlinge leben. Hanna Weiberle, die viele Jahre in Kamerun im Einsatz war, hat das Projekt betreut und sagt: «Wir wollen Menschen jeglicher Herkunft ganzheitlich dienen, Gottes Liebe durch Wort und Tat bezeugen und Hoffnung säen im Leben der Menschen. Ich bin sehr dankbar, dass das Zentrum jetzt eröffnet ist – das ist ein Zeugnis für Gottes Wirken und zeigt, dass Christen etwas bewegen können, um anderen Hilfe zu bieten und sie zu ermutigen.»



Schenken Sie Hoffnung!

Das Gesundheitszentrum «Espérance» in Kamerun ist für die traumatisierten Boko Haram-Flüchtlinge ein wichtiger Hoffnungsschimmer, doch sind die Kosten derzeit nicht ganz gedeckt:


Es braucht noch 300 Hoffnungsträger, die mit je 78 Franken diese wertvolle Arbeit ermöglichen!

Helfen Sie mit? www.sam-global.org/touboro (Bemerkung: «Touboro») Herzlichen Dank!


(Dieser Beitrag wurde in der Ausgabe Nr. 21 vom 20. Mai 2020 von idea Spektrum veröffentlicht: https://epaper.idea.de/de/profiles/4a8b3a9513fe/editions/b3931ccaa0508ba44331)

Ehrenkodex_farb_CMYK.png

SAM global

 

SCHWEIZ
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur

 

T +41 52 269 04 69

winterthur@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

SAM global

 

SCHWEIZ – ROMANDIE
Impasse de Grangery 1
CH-1673 Ecublens/FR

 

T +41 76 565 81 20

ecublens@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

© 2016 by luis erharter SAM global inhouse design

S I T E M A P

UNSERE ARBEIT    /   LÄNDER UND PROJEKTE    /    EINSÄTZE    /   SPENDEN   /    HELFEN SIE MIT    /    ÜBER UNS    /    NEWS & MEDIA    /     KONTAKT

VISION

WERTE

TEAM

VORSTAND

PARTNER

FINANZEN

FAQ