Mit Bildung Leben verändern

Bildung gilt als Motor der Entwicklungszusammenarbeit. In unserer Arbeit dürfen wir immer wieder erleben, wie Bilung verändert – sowohl das Leben von Einzelnen als auch die Gesellschaft. Ein paar Beispiele:



Reha-Arbeit, Angola «Ich absolvierte diese Ausbildung, weil ich Menschen, die leiden, nahe sein und ihnen helfen möchte. Es ist mir wichtig, in meinem Beruf Patienten genau so zu behandeln, wie sie es brauchen, und sie durch meine Hände etwas von Gottes Liebe zu uns erfahren zu lassen.» Fernando Chilpalanga wurde von SAM global-Mitarbeiterin Elisabeth Gafner ausgebildet und ist heute verantwortlich für die Rehabilitationsarbeit in Mapunda



Veränderung für die ganze Familie

Ich weiss nicht, ob Wesley die Möglichkeit gehabt hätte, einen Kindergarten oder eine Vorschule zu besuchen, wenn es in seinem Slum kein PePe (christliches Vorschulprogramm) gegeben hätte. Doch es gab eines – und Wesley besuchte es voller Freude. Zwischen seinem 4. und 6. Lebensjahr lernte er dort viele wichtige Dinge: Er lernte Zahlen, Farben, Formen und das ABC kennen, lernte, etwas auszuschneiden, zu malen und zu kleben, lernte Wichtiges über Hygiene und dass er sich vor dem Essen die Hände waschen und nachher die Zähne putzen sollte. Er lernte sich selbst und seinen Stadtteil kennen, lernte viel über verschiedene Berufe, über Tiere, Umwelt und Umweltschutz. Täglich hörte er eine biblische Geschichte, lernte beten und Jesus kennen und lieben. Alles, was Wesley im PePe lernte, erzählte er zu Hause seiner Familie. Dadurch erfuhren seine Eltern mehr von Jesus. Ich kann mich noch an Wesleys strahlende Augen erinnern, als er mir eines Tages erzählte: «Tante, meine Mutter gehört nun auch zu Jesus!» Als Zeichen dafür liess sie sich taufen. Es war ein Freudentag für die ganze Familie! Doch nicht nur Wesleys Begeisterung für Jesus war ansteckend, sondern auch sein Lerneifer. So beschloss seine Mutter Sonja, wieder die Schulbank zu drücken und ihren Schulabschluss nachzuholen. Wir staunten über ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Ausserdem begann sie, im PePe mitzuarbeiten. Auch half sie tatkräftig mit, einen eigenen Raum für das PePe zu bauen, wobei ihre handwerklichen Fähigkeiten so richtig zur Geltung kamen. Mich fasziniert es immer wieder zu sehen, wie die Investition in Kinder Veränderungen für die ganze Familie bedeuten kann! Debora, ProVIDA, Brasilien



ActionVIVRE Süd, Guinea

«Ich bin nur ein einfacher Arbeiter, habe gerade einmal fünf Jahre in der Schule verbracht. Seit ich von den ActionVIVRE-Mitarbeitenden gelernt habe, Verbrennungen zu behandeln, sehen mich die Leute in der Stadt mit anderen Augen an. Oft werde ich von Menschen auf dem Markt angesprochen; sie schätzen mich, weil ich ihnen geholfen habe. Nicht selten bekomme ich für mich und meine Familie Geschenke wie Bananen, Orangen oder gar ein Huhn.» L. Sadio, Wächter einer Mitarbeiterfamilie


ActionVIVRE Nord, Guinea

«Das Praktikum im Kindergarten gab mir ein zweites Standbein neben meiner Reparaturtätigkeit von elektronischen Geräten. Ich habe entdeckt, wie gerne ich mit Kindern arbeite, und gelernt, die Lebenswelt der Kinder immer besser zu verstehen. Durch die Arbeit im Kindergarten kann ich der Gesellschaft etwas zurückgeben und Spuren hinterlassen.» Monsieur S. Diamé ist seit Start des Kindergartens dabei und führt inzwischen selber eine Klasse



Saran, das Mädchen vom Lande

Kürzlich traf ich den Vater von Saran. Saran hat über viele Jahre die ActionVIVRE-Schule besucht. Letztes Jahr ist sie zu ihrem Bruder nach Kankan, eine grosse Stadt im Nordosten Guineas, gezogen. In einer Privatschule absolvierte sie die 10. Klasse. Ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler beachteten sie kaum und spotteten teilweise über sie, denn Saran hatte kein Handy, auch keine schönen Kleider, sie war eben ein Mädchen vom Lande. Zudem ist allgemein bekannt, dass die Schulbildung auf dem Land viel schlechter ist als in der Stadt, und so waren alle überzeugt, dass sie das Schuljahr ohnehin nicht bestehen würde. Saran war frustriert und erzählte ihrem Vater von der Situation. Der riet ihr, sich aufs Lernen zu konzentrieren und alles andere, auch das Gerede von den Schulkollegen, mal auf die Seite zu schieben. Saran hat diesen Rat Gott sei Dank befolgt und fleissig gelernt. Beim Zwischenzeugnis war sie Klassenbeste. Alle staunten. Wie hatte sie das nur geschafft? Wo kam denn nur dieses Mädchen her? «Die Ausbildung in der ActionVIVRE-Schule hat das Fundament für diese tollen Leistungen gelegt», sagte der Vater strahlend. «Saran hat hier eine gute Grundbildung erhalten. Das hat ihr geholfen, in der Grossstadt nicht nur schulisch den Anschluss zu finden, sondern sogar Klassenbeste zu sein!» Wenn die anderen Schülerinnen und Schüler im Unterricht Mühe damit haben, die Aufgaben zu lösen, fragen sie nun bei Saran, dem Mädchen vom Lande, um Hilfe. Daniela, ActionVIVRE Nord, Guinea


Telibalo = Hilfe, die im rechten Moment ankommt

«Ich heisse Jonas Théa. Nach meinem Biologiestudium kam ich 2011 zu ProAGRO. Dort erhielt ich eine umfassende landwirtschaftliche Ausbildung und lernte neue Techniken kennen, die hier, wo 80 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben, noch nicht bekannt waren. Jetzt bin ich als Kursleiter und Berater für Landwirtschaft in der Region unterwegs, in der ich aufgewachsen bin. Insgesamt arbeiten 24 Kursleiter und Kursleiterinnen bei ProAGRO. Unser Ziel ist, die Ernährungssituation und die wirtschaftliche Entwicklung hier zu verbessern – in einem Land, das zu den ärmsten der Welt zählt und in dem die Nahrungsmittelversorgung eines der grössten Probleme darstellt. Dafür reise ich umher und schule Gruppen von Bäuerinnen und Bauern darin, wie sie ihr Land besser bewirtschaften und höhere Erträge erzielen können. Unsere Methoden ermöglichen zudem eine Reduktion der enormen Produktionskosten und des Arbeitsaufwandes. Ausserdem bleibt die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten. In meiner Präfektur arbeiten bereits über die Hälfte der Reisproduzenten mit dieser neuen Technik! Die Erträge stiegen von einer Tonne pro Hektare auf vier Tonnen. Die Leute schätzen die Verbesserungen sehr – ProAGRO wird hier ‹Telibalo› genannt, was übersetzt ‹Hilfe für das Waisenkind, die im rechten Moment ankommt› bedeutet. Jährlich führen wir rund 300 Kurse durch. Daneben hilft ProAGRO der Bevölkerung beim Verwalten der Erträge. Wir initiieren sogenannte Getreidebanken, wo die Bauern einen Teil der Ernte gemeinsam lagern. In schwierigen Zeiten können sie auf diese Reserven zurückgreifen. Ein weiteres Anliegen von ProAGRO ist die Verbesserung der Ernährung: Die meisten traditionellen Speisen sind sehr arm an Proteinen, was vor allem bei Kindern häufig zu Mangelerscheinungen führt. Mit dem Anbau von Soja und Moringa sowie Schulungen, wie diese beim Kochen verwendet werden können, möchte ProAGRO die Gesundheit und Entwicklung verbessern. In allen Bereichen arbeiten wir stark mit der evangelischen Kirche von Guinea zusammen, die das Projekt wo immer möglich unterstützt.» Jonas Théa, ProAGRO, Guinea

Hua Mei, China

«Was ich an dieser Retraite lernen und einüben konnte, ist von unschätzbarem Wert. Ich kam aus tiefer Dunkelheit und litt unter meiner Schwachheit. Gott gab mir präzise Antworten auf meine wichtigsten Fragen. Ich weiss, dass ich das Gelernte nun in meinem Alltag anwenden muss, und das ist Knochenarbeit. Aber wie wir an der Retraite so oft hörten: Gott ist in seiner Liebe mit mir.» Pastor aus China


ProESPOIR, Guinea

«Die Ausbildung zum Laienpastor ermöglicht mir, die frohe Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben und Christen in ihrem Glauben zu stärken. Das, was ich gelernt habe, ist sehr wertvoll und ich wende es gerne in meinem Leben an – beispielsweise erzähle ich meinen Kindern von Gottes Liebe und zweimal pro Woche treffen wir uns als Kleingruppe bei mir zu Hause. Ich bin Teil der Gottesdienstleitung in unserer Kirche und predige manchmal. Zudem besuche ich regelmässig Treffen wie beispielsweise diejenigen zur Überprüfung neu übersetzter Bibelteile. Die Ausbildung hat meine Liebe für Gottes Wort geweckt. Manchmal erwache ich mitten in der Nacht, dann nutze ich die Zeit, um in der Bibel zu lesen. In der Stille hilft mir Gott, sein Wort besser zu verstehen. Das Gelernte verändert mich auch persönlich: Wenn es Probleme gibt, werde ich nicht mehr aufgeregt oder gar wütend, wie das früher oft der Fall war, sondern kann ruhig bleiben und zur Versöhnung beitragen.» Joseph Koivogui ist derzeit dabei, eine Ausbildung zum Laienpastor zu machen

Ehrenkodex_farb_CMYK.png

SAM global

 

SCHWEIZ
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur

 

T +41 52 269 04 69

winterthur@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

  • Facebook - White Circle

SAM global

 

SCHWEIZ – ROMANDIE
Impasse de Grangery 1
CH-1673 Ecublens/FR

 

T +41 76 565 81 20

ecublens@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

© 2016 by luis erharter SAM global inhouse design

S I T E M A P

UNSERE ARBEIT    /   LÄNDER UND PROJEKTE    /    EINSÄTZE    /   SPENDEN   /    HELFEN SIE MIT    /    ÜBER UNS    /    NEWS & MEDIA    /     KONTAKT

VISION

WERTE

TEAM

VORSTAND

PARTNER

FINANZEN

FAQ