Kurzeinsätze: Bereicherung und Herausforderung zugleich

Früher musste man teilweise Monate in Kauf nehmen, bis man seine Arbeit im Ausland aufnehmen konnte, oder die Mitarbeitenden blieben mehrere Jahre vor Ort, bis ein Aufenthalt in der Heimat möglich war. Die heute üblichen Kurzzeiteinsätze wurden erst mit der gesamten Entwicklung und den viel tieferen Reisekosten möglich.


Vieles ist möglich …

Ich lebe zwar schon viele Jahre im Tschad, doch meine Berufung für eine Arbeit hier hat sich damals während einem Kurzeinsatz vor Ort konkretisiert. Ich bin vom Nutzen solcher Engagements überzeugt, weil ich einerseits selber davon profitieren konnte. Andererseits habe ich durch das Begleiten verschiedener Kurzzeiter/innen festgestellt,

  • dass der Kurzzeiteinsatz die Person beeinflusst. Die Mehrheit der Einsatzleistenden empfindet es als eine sehr prägende Zeit und als eine wichtige Etappe im persönlichen Reifeprozess, auch im Glaubensleben. Man wird mit einer fremden Kultur, Religion, Sprache, einer anderen Art, den Glauben zu leben, unbekannten Lebensumständen oder Armut konfrontiert. Das ist herausfordernd und bereichernd zugleich. Manche merken so, dass sie sich für längere Zeit vor Ort engagieren wollen oder setzen sich nach der Rückkehr im Heimatland als Freiwillige ein.

  • dass die Mehrheit der Langzeit-Mitarbeitenden zuvor einen Kurzzeiteinsatz geleistet hat. Dadurch haben sie einerseits gewisse Illusionen verloren, andererseits die Einsicht gewonnen, dass ein Langzeiteinsatz gut vorbereitet und die Sendeorganisation mit Bedacht gewählt werden will.

  • dass die Kurzzeit-Mitarbeitenden eine grosse Hilfe für ein Team sein können. Entweder übernehmen sie gewisse laufende Aktivitäten oder ermöglichen es, dass Anlässe durchgeführt werden können, für welche dem Team sonst die Kapazität fehlt (z.B. spezielle Kindertage).

  • dass Kurzzeit-Mitarbeitende häufig frischen Wind in ein Team bringen, neue Ideen haben und Fragen stellen, die uns Langzeit-Mitarbeitende herausfordern, uns und unsere Arbeit immer wieder zu reflektieren.

  • dass ein Kurzeinsatz auch Einfluss auf die Partnerkirche im Tschad haben kann: Junge Frauen, die eine Berufung haben und sich engagieren, lassen die einheimischen Christen reflektieren, welchen Platz sie ihrerseits den jungen Frauen in ihren Kirchen geben.

… aber nicht alles

Realistischerweise muss man an dieser Stelle anmerken, dass es ein paar Jahre braucht, um vertrauensvolle Beziehungen zu Einheimischen aufzubauen. Dazu sind Sprachkenntnisse und ein gewachsenes Verständnis der Gastkultur unerlässlich. Meistens ist jedoch der Einsatz bereits zu Ende, wenn ein/e Kurzzeiter/in soweit wäre.

Für das Team vor Ort bedeuten Kurzzeiteinsätze, eine gute Betreuung zu gewährleisten, welche Zeit und Energie beansprucht sowie die Angewöhnung an wechselnde Personen erfordert. Dieser Aufwand lohnt sich, wenn die Kurzzeit-Mitarbeitenden flexibel, lernwillig und bereit sind, nach Gottes Willen zu fragen. Wenn es nur darum geht, eine exotische Erfahrung zu machen oder ein Abenteuer zu erleben, dann kann die dennoch notwendige Investition das Team von seinen eigentlichen Aufgaben ablenken.

Lang- und Kurzzeiteinsätze sollen sich ergänzen. Wenn bei allen Beteiligten die persönliche Haltung stimmt, hat dies ermutigende Auswirkungen und bringt Gottes Reich vorwärts.


Agathe BURRUS: Mitarbeiterin im ProRADJA`, Tschad


Der/die ideale Kurzzeiter/in …

… ist lernbereit,

… will die Gastkultur entdecken, ohne zu urteilen,

… ist bereit, gewisse Auflagen zu akzeptieren (Kleidung, Unterschiede in der Beziehung Mann-Frau, kein ständiger Internetzugriff),

… hat eine persönliche Beziehung zu Gott und will darin wachsen,

… ist flexibel,

… ist bereit, die neue Sprache zu erlernen,

… möchte durch das Einsetzen seiner/ihrer Fähigkeiten eine Stütze für das Team vor Ort sein,

… getraut sich, auf Menschen zuzugehen,

… möchte sich auf neue Beziehungen einlassen,

… akzeptiert einen einfachen Lebensstil (nicht immer fliessendes Wasser oder Strom vorhanden),

… kann alleine zurechtkommen – oder möchte es lernen (kochen, Wäsche waschen etc.),

… möchte seinen Glauben in die Tat umsetzen.


Ehrenkodex_farb_CMYK.png

SAM global

 

SCHWEIZ
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur

 

T +41 52 269 04 69

winterthur@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

SAM global

 

SCHWEIZ – ROMANDIE
Impasse de Grangery 1
CH-1673 Ecublens/FR

 

T +41 76 565 81 20

ecublens@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

© 2016 by luis erharter SAM global inhouse design

S I T E M A P

UNSERE ARBEIT    /   LÄNDER UND PROJEKTE    /    EINSÄTZE    /   SPENDEN   /    HELFEN SIE MIT    /    ÜBER UNS    /    NEWS & MEDIA    /     KONTAKT

VISION

WERTE

TEAM

VORSTAND

PARTNER

FINANZEN

FAQ