Jede Innovation – ein kleiner Sieg

Aktualisiert: 29. Nov 2018

Die Probleme in unseren Einsatzländern sind vielfältig. Die Probleme in unseren Einsatzländern sind vielfältig. Manchmal braucht es aber nicht viel, um eine Situation zu verbessern und das Leben von Menschen positiv zu verändern.

... ist ein kleiner Sieg gegen Armut

Not bekämpfen – materielle und seelische

Ianni ist eine einfache Inlandfrau mit sieben Kindern. Das jüngste krabbelt bei unserem Besuch gerade auf dem Lehmboden herum und unternimmt seine ersten Entdeckungsreisen, das älteste ist schon ein Teenager. Ianni hat uns gerufen, weil sie nicht mehr weiter weiss und ihrem Dasein ein Ende setzen möchte. Sie erzählt uns aus ihrem schwierigen Leben: schon als Kleinkind wurde sie von ihrer eigenen Mutter verstossen und wird bis heute von ihr abgelehnt und gemieden, obwohl die beiden eigentlich nur einen Kilometer voneinander entfernt wohnen. Ein grosses Problem der 9-köpfigen Familie ist auch, dass sie praktisch keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, was viele verschiedene Probleme mit sich bringt.

Wir haben nun einen Weg gefunden, wie die Familie wieder zu genügend Wasser kommt: Wir konnten mithelfen, den bestehenden Ziehbrunnen im Hinterhof zu reinigen und zu vertiefen. Zudem installierten wir eine kleine Pumpe, die nun das köstliche Nass aus 16 Metern Tiefe hochpumpt. Das erleichtert Ianni ihre Arbeit – die Produktion von Fruchtsaft aus wilden Früchten – sehr. Als nächster Schritt will ihr Mann Antônio, der sonst vor allem in der Herstellung von Holzkohle tätig ist, nun dank dem fliessenden Wasser im Hinterhof einen Garten anlegen. Mit dieser einfachen Massnahme konnten die finanziellen Nöte der Familie beseitigt werden.

Während unseren Besuchen sprachen wir immer lange mit den beiden und beteten auch mit ihnen. Was uns ganz besonders freut, ist, dass Ianni jetzt neuen Lebensmut geschöpft hat. Während sie die Früchte verarbeitet, hört sie jetzt jeweils das Neue Testament. Sie hat neue Kraft für die täglichen Herausforderungen und eine neue Lebensperspektive erhalten. Voller Freude sagt sie zu uns: «Jetzt gehöre ich zu Christus!» Martin, ProSERTÃO, Brasilien

Jedes Jahr können wir durch verschiedene kleinere und grössere Massnahmen die Lebensgrundlagen von 42 700 Personen verbessern.

Kampf gegen Verbrennungen

Durch unsere Arbeit mit der Behandlung von Verbrennungen wurden wir immer wieder mit einem sehr realen Problem konfrontiert: ein grosser Anteil der Patienten – vor allem die Kinder – haben sich die Verbrennungen am offenen Feuer beziehungsweise am heissen Wasser oder Öl aus der Pfanne zugezogen. Gekocht wird traditionellerweise am Boden, wobei die Pfanne auf drei Steinen übers Feuer gestellt wird. Das Essen wird während mehrerer Stunden gar gekocht – viel Zeit also, in der ein Kind die Pfanne umkippen oder sich am offenen Feuer verbrennen kann. Auf der Suche nach einer nachhaltigen Lösung experimentierten wir mit Lehmöfen, die viele Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Kochen auf drei Steinen bieten: Sie verbrauchen weniger Holz, es entsteht weniger Rauch, der Wärmeverlust ist geringer und das Essen ist rascher gar. Und am wichtigsten: Die Gefahr von Verbrennungen ist um ein Vielfaches geringer, da die Pfannen nicht mehr umkippen können und auf sicherer Höhe stehen. Auch wird der Ofen aussen kaum warm. Im Gegensatz zu anderen Projekten mit dem gleichen Ziel, die schon von diversen Organisationen lanciert wurden, bietet der Lehmofen noch weitere Vorteile: Das Material, der Lehm, ist überall vorhanden und kostet nichts. Der Bau ist simpel und kleine Reparaturen kann jeder selbst vornehmen. Wir haben gemerkt, dass die Guineer zum Beispiel mit Sonnenkochern überfordert sind und ihnen der Geschmack vom Rauch im Reis fehlt. Ausserdem lässt sich in der Regenzeit auch schlecht damit kochen. Das Bauen mit Lehmziegeln hingegen ist ihnen vertraut, und das Holzfeuer im Lehmofen ebenfalls. Nach einigem Ausprobieren konnten wir einen Prototyp entwickeln, der für die Bedingungen hier ideal ist. Um diese Lehmöfen nun in grösserem Stil unter die Bevölkerung zu bringen, brauchten wir mehr «manpower». Das Ziel ist, dass in jedem Quartier und in den umliegenden Dörfern solche Lehmöfen zum Einsatz kommen. Wir selber haben aber schlicht nicht die Zeit dafür, das voranzutreiben. So kam die Idee auf, einen ehemaligen Lehrling ein Jahr lang fest dafür anzustellen und ihm damit die Chance zu geben, seinen Unterhalt mit guter Arbeit zu verdienen. Auf unsere Anfrage hin hat sich nun einer der besten unter den letztjährigen Lehrlingen bereit erklärt, diese Herausforderung anzunehmen. Wir hätten uns keinen besseren Mitarbeiter vorstellen können und freuen uns auf die Zusammenarbeit! In den ersten drei Wochen besuchte er die umliegenden Quartiere und informierte in Zusammenarbeit mit den Quartierchefs die Leute über diese neue Methode. Inzwischen konnte er bereits mehrere Öfen realisieren und weitere Aufträge sind in Bearbeitung. Die Köchin des grössten Reis-Restaurants in unserer Stadt, welche täglich ca. 200-300 Portionen Reis kocht, hat in den letzten Tagen den dritten Lehmofen bestellt. Sie ist begeistert von der Effizienz dieser Methode und ihre guten Erfahrungen sind eine grosse Ermutigung. Sandra & Philippe, ActionVIVRE Süd, Guinea


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