Jede Diskussion – ein kleiner Sieg

Gespräche über Werte und Beziehungen. Diskussionen über Gewalt und Frauenrechte. Austausch über Einstellungen und Beweggründe. Teilen von Glaube und Hoffnung. Besprechen von Wünschen und Zukunftsplänen. Jemandem zuhören, jemanden ermutigen, mit jemandem diskutieren – all das kann dazu beitragen, Armut zu überwinden:

... ist ein kleiner Sieg gegen Armut!

Mit 32 Jahren den Grundschulabschluss nachgeholt

Helena begann schon als Kind, auf der Mülldeponie hier zu arbeiten und im Abfall nach rezyklierbarem Material zu suchen. Mit 13 Jahren zog sie mit ihrem jetzigen Mann Gudinho zusammen, der sich mit Gelegenheitsarbeiten auf dem Bau durchschlug. Der permanente Kampf ums Überleben wurde durch die Geburt der drei Kinder nicht einfacher. Vor einigen Jahren kam Helena mit Mitarbeitenden von Mãos que Criam in Kontakt und nahm an diversen Kursen und Schulungen teil, die speziell für Frauen organisiert wurden. Sie begann, die Fussballschule für Frauen zu besuchen, wodurch sie Freundinnen fand, die sich wünschten, im Leben weiterzukommen. Über die Fussballschule fand auch Gudinho neue Freunde. Durch die Mitarbeitenden von Mãos que Criam lernte Helena Gott kennen und erfuhr von seiner Liebe und seinen Plänen für ihr Leben, was bei ihr grosse Veränderungen auslöste. Sie gewann die Kraft, sich von Drogen und kriminellen Aktivitäten fernzuhalten. Helena begann, als freiwillige Helferin im Projekt mitzuarbeiten, was ihr Selbstvertrauen gab. Sie wurde motiviert, nochmals die Schulbank zu drücken, um ihren Grundschulabschluss nachzuholen. Jetzt hat Helena im Alter von 32 Jahren die Schule abgeschlossen und wird demnächst mit ihrem Pädagogikstudium beginnen.

Ihr Mann brauchte etwas länger, um zur Schule zurückzukehren, wird aber dieses Jahr auch den Abschluss machen. Durch seinen vorbildlichen Einsatz gewann er das Vertrauen der Mitarbeitenden, sodass sie ihn jetzt jeweils für handwerkliche Arbeiten empfehlen. Die Zukunft der beiden und ihrer Familie sieht jetzt einiges besser aus! Martin, Mãos que Criam, Brasilien



Eine sichtbare Veränderung im Gefängnis

Wir haben M. vor ca 1 ½ Jahren im Gefängnis angetroffen. Er sass eine Strafe wegen Mord und Mordversuch ab. Durch die Gespräche und Aktivitäten öffnete er sich für den Glauben an Jesus. Er verstand Gottes Liebe und welchen Plan Gott für sein Leben hat. Die Gefängnisleitung erlaubte ihm den Besuch der Gottesdienste und so fand er in der Kirche neue Freunde, die ihm in vielen Versuchungen und Frustrationen eine ermutigende Hilfe waren. Seine Zellengenossen erlebten die Veränderungen mit und sein Leumundszeugnis verbesserte sich stetig. So konnte er nach seiner Freilassung eine Arbeit finden und erhielt einen Arbeitsvertrag – mit seiner Vergangenheit in Brasilien alles andere als selbstverständlich. Er lebt jetzt ein vorbildliches Leben und kann Pläne für die Zukunft machen. Mário Filho, ProVIDA, Brasilien


Als SAM global sind wir überzeugt: Jeder Mensch zählt – und für jeden einzelnen, der dadurch ein besseres Leben hat, lohnt sich unsere Arbeit!

«Wenn ich nicht diese Chance erhalten hätte ...»

Igor war mit zehn Jahren ins Jungenheim Girassol gekommen. Davor hatte er die meiste Zeit auf der Strasse verbracht und eine Schule nur selten von innen gesehen. Seine alleinerziehende Mutter war mit der Erziehung ihrer vier Kinder mehr als überfordert. Oft hatte sie versucht, die Kinder mit Gewalt zum Gehorsam zu bewegen, fügte ihnen manchmal bewusst Verbrennungen zu. Wenn er von seiner Kindheit erzählt, berichtet er von Gewalt, Strassenleben und Prostitution. Schon früh machte Igor erste Erfahrungen im Drogenmilieu, indem er Kurierdienste vom Händler zu den Kunden leistete.

Ein Richter entzog der Mutter schliesslich das Sorgerecht und so landete Igor im Girassol, wo er acht Jahre verbrachte. Diese Zeit war mit vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen verbunden. Es brauchte einiges an Gesprächen, Geduld und Heilung, bis er das Erlebte verarbeiten konnte. Heute jedoch studiert er Psychologie, arbeitet nebenher und ist in einer Kirche eingebunden. «Ich bin jetzt volljährig, eigenständig, habe einen guten Arbeitsplatz und viele Freunde, die mithelfen und mich auf meinem Lebensweg unterstützen», sagt er. «Alle meine Brüder und Verwandten sind in der kriminellen Welt zuhause. Wenn ich nicht die Chance zur Veränderung im Girassol gehabt hätte, wäre ich heute sicher auch im Gefängnis.» Aber so lebt er jetzt statt vom Drogenhandel und der Kriminalität – mit allem Elend, das damit verbunden ist – von einem normalen Job und ist anderen ein Vorbild mit seiner Geschichte.

Der Kontakt zwischen Igor und den Mitarbeitenden vom Girassol ist nie abgebrochen. Letztes Jahr haben wir ihn angefragt, ob er uns beim Ferienlager mit den Jungs vom Girassol im Lobpreis und mit einer Andacht helfen könnte. Ohne Zögern hat Igor zugesagt. Er hat uns nicht nur im Lobpreis und den Andachten unterstützt, sondern war für die Jungs vom Girassol ein lebendiges und positives Beispiel, dass Gott Leben verändern und retten kann! Damaris, ProVIDA, Brasilien


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