Good News!

Aktualisiert: 15. Apr 2019

Zeit für ein paar Good News aus unserer medizinischen Arbeit!


Brasilien: Medizinischer Einsatz statt Karneval

Brasilien ist bekannt für den grossen Karneval – und der geht auch an unseren Projekten nicht spurlos vorbei, wenn auch in etwas anderer Form: 11 Fachpersonen entschieden sich dieses Jahr, die freien Karnevalstage für einen Einsatz mit unserem ProRIBEIRINHO-Team auf den Flüssen im Amazonasgebiet zu nutzen: 4 Allgemeinmediziner, 4 Zahnärzte, ein Prothesenspezialist, ein Psychologe und ein Agronom. Sie behandelten innerhalb weniger Tage mehrere hundert Personen. Dabei erzählten sie auch, was Jesus in ihrem Leben bewirkte – und diese Zeugnisse in Kombination mit der praktisch gelebten Nächstenliebe führten dazu, dass sich mehrere Menschen für ein Leben mit Gott entschieden.


Kamerun: Das neue Gesundheitszentrum für Flüchtlinge ist fast fertig!

Wegen Boko Haram mussten unzählige Personen und Familien aus dem Norden Kameruns fliehen. Tausende von ihnen haben sich im Gebiet von Touboro weiter südlich niedergelassen. Die Armut in dieser Region ist gross und die Gesundheitsversorgung absolut prekär. In Zusammenarbeit mit unserer Partnerkirche bauen wir deshalb dort derzeit unser achtes Gesundheitszentrum in Kamerun. Alle Gesundheitszentren befinden sich in abgelegenen Gebieten, in denen die Bevölkerung sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.

Im November 2017 war der Spatenstich in Touboro – und jetzt ist das Gesundheitszentrum fast fertig! Auf Juli ist die Eröffnung geplant.

vor dem Bau und jetzt


Guinea: Es geht weiter – Verantwortung für das Spital übergeben

Die Verantwortung für das Spital CHRS in Macenta ist jetzt offiziell in den Händen von Einheimische!

Alles begann 1981, als die ersten Mitarbeitenden nach Macenta, Guinea reisten, um sich dort auf Wunsch der Regierung um die Leprakranken zu kümmern, die von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Aus dieser ursprünglich kleinen Gesundheitsarbeit entstand über die Jahre das Spital CHRS, in dem heute jährlich mehr als 20'000 Patienten behandelt werden! Neben Lepra hat sich das Spital auf HIV/AIDS, Tuberkulose, Physiotherapie und Prothesenherstellung spezialisiert. Regelmässig werden auch Präventionsveranstaltungen durchgeführt und ehemalige Leprapatienten besucht und betreut.

Nach und nach wurden einheimische Mitarbeitende und Leitende ausgebildet und gefördert und die Expat-Mitarbeitenden konnten immer mehr Verantwortung abgeben. Und jetzt, nach 37 Jahren, ist das Spital offiziell selbständig! Somit ist ein längerfristiges Bestehen unabhängig von uns gesichert. Als SAM global werden wir die Verantwortlichen weiterhin begleiten und beraten.

Kamerun: Vom Praktikant zum Leiter

In den acht Gesundheitszentren in Kamerun sind die Mitarbeitenden die wohl wichtigste Ressource. Doch wie gelangt man an qualifizierte Mitarbeitende – insbesondere in einem Land mit sehr, sehr theoretischer Schulbildung?

Statt die Leute direkt nach Schulabschluss anzustellen, haben wir ein eigenes Ausbildungskonzept entwickelt: Wir nehmen Schulabgänger als Praktikanten auf und bilden sie während zwei Jahren in Theorie und Praxis aus. Regelmässig absolvieren sie Einsätze in den Gesundheitszentren, wo sie von erfahrenen Mitarbeitenden begleitet und dabei unterstützt werden, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Diejenigen, die weiterhin im Gesundheitswesen arbeiten möchten und dafür geeignet sind, erhalten nach dem Praktikum Unterstützung für eine staatlich anerkannte Ausbildung – als Krankenpfleger, Laborant, Hebamme oder im Verwaltungsbereich. Sie verpflichten sich dazu, danach im OM zu arbeiten. Personen, die für eine leitende Aufgabe in Frage kommen, absolvieren vor der Fachausbildung noch ein Jahr Bibelschule, um eine solide geistliche Basis zu erhalten.

Mit diesem Konzept haben wir sehr gute Erfahrungen gesammelt – zum Beispiel hat Moussa H. Satou vor mehreren Jahren bei uns als Praktikant angefangen und leitet heute als Koordinator das Werk. Damdam Damaris hat ebenfalls zuerst ein Praktikum absolviert, letztes Jahr das Hebammendiplom erworben und arbeitet jetzt im OM. Sossay hat eine Ausbildung als Laborant abgeschlossen und eignet sich mit seiner ruhigen und genauen Art perfekt, um die Laboruntersuchungen durchzuführen. Seit Juli 2017 absolvieren zehn neue junge Leute ein Praktikum. Wir hoffen, dass die meisten von ihnen die medizinische Arbeit und das OM als ihre Berufung entdecken!


Tschad: Eine Chance aufs Leben Als die kleine Fatime zu uns ins Zentrum Bakan Assalam kam, wog sie nur gerade 800 Gramm. Ihr Bauch war ganz aufgebläht. Wir taten unser Möglichstes und in unseren Gebetszeiten legten wir sie Gott hin. Und er antwortete … Fatime erholte sich und nach vier weiteren Wochen konnte sie die Säuglingsstation gesund und mit einem Gewicht von 1500 Gramm verlassen. Regelmässig kommt sie nun zur Gewichtskontrolle. Es ist eine Freude zu sehen, wie gut sie sich entwickelt. Während der Zeit, in der Fatime bei uns in Behandlung war, hatte auch ihre Mutter Gelegenheit, etwas von Gottes Liebe zu erfahren. Mit anderen Frauen schaute sie mit grossem Interesse den Jesus-Film an. Wir hoffen und beten, dass der Film und die Begegnungen mit den Mitarbeitenden in ihrem Herz etwas bewegen und verändern dürfen. Fatime ist eines von 21 frühgeborenen Babys, die wir in den letzten drei Monaten bei uns aufgenommen haben. Sieben von ihnen konnten wir leider nicht helfen und sie sind gestorben. Doch die anderen konnten nach mehr oder weniger langer Zeit nach Hause zurückkehren. Es ist jedes Mal ein Geschenk, wenn uns ein so kleines Baby gesund verlassen kann und eine Chance auf das Leben erhält.


Guinea: Nach der Behandlung nicht wiedererkannt

David, ProESPOIR: «Docteur David, venez voir ce garçon!» Mein Kollege zeigt auf einen 5-jährigen Jungen. Zuerst erkenne ich ihn nicht, doch ein Blick in die Patientenakte zeigt, dass ich bei ihm vor ein paar Monaten eine gleichzeitige HIV- und Tuberkulose-Infektion diagnostiziert habe. Vermutlich hat er sich schon während der Geburt damit angesteckt. Dank der richtigen Behandlung hat er inzwischen sein altersentsprechendes Normalgewicht erreicht, den Wachstumsrückstand aufgeholt und es geht ihm blendend – so gut, dass ich ihn zuerst nicht wiedererkannt habe! Nicht auszudenken, was durch HIV und Tuberkulose mit ihm geworden wäre, wenn er keine Chance auf eine Behandlung bei uns gehabt hätte.


Guinea: Die Natur gibt so vieles!

Viele tropische Gewächse, die in Guinea wachsen, sind die Basis von Medikamenten. «Das müssen wir doch nutzen!», hat sich das Team von ProTIM2-2-2 Kissidougou gedacht – und einen Medizinalgarten mit Heilpflanzen und Bäumen aller Art bepflanzt. Aus diesen Pflanzen werden jetzt Salben und Nahrungsergänzungsmittel hergestellt: Die Artemisia-Pflanze eignet sich zum Beispiel als Malariaprophylaxe oder als Salbe gegen Verbrennungen, die gehaltvolle Moringa-Pflanze enthält Antioxidantien, Vitaminen und Protein und kann so Mangelerscheinungen bekämpfen.

Unsere Mitarbeiterin Renate hat begonnen, die Kenntnisse über Heilplfnazen zu dokumentieren und die Studenten an der Bibelschule Télékoro im Fach «Gesundheit und Ernährung» darin zu unterrichten.

Renate erzählt: «Ich unterrichte einen Kurs. Mado, eine Mutter von acht Kindern, ist heute nicht so fröhlich wie üblich. Ihre Augen sind geschwollen und sie scheint Schmerzen zu haben. Sie erzählt mir, dass sie nicht habe schlafen können. Ihr Kopf und ihr Bauch schmerzen, da sie seit drei Tagen verstopft sei. Ich husche in den Garten und hole ein Aloe Vera-Blatt und drei Moringa-Samen. Dann beten wir zusammen für einen guten Kurs – und für Mado. Sie nimmt die Pflanzenteile mit viel Wasser ein, läuft immer wieder umher und ist irgendwann plötzlich verschwunden. Am Nachmittag, als die Salben abgefüllt und alles weggeräumt ist, suche ich nach ihr. Sie erzählt, sichtlich erleichtert, dass alles wieder gut sei. Sie ist so dankbar und wir danken Gott!»


Kamerun: Personal lässt sich von Boko Haram nicht unterkriegen

Tourou ist eine Region im abgelegenen Berggebiet von Kamerun an der Grenze zu Nigeria. SAM global hat in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerkirche 2013 dort ein Gesundheitszentrum aufgebaut – das einzige weit und breit. Leider liegt Tourou im Aktionsradius der Terrormiliz Boko Haram. Eines Nachts im vergangenen Januar ziehen dann mehrere Boko Haram-Gruppen durch die Gegend, rauben Häuser aus und legen Feuer. Sie greifen auch das Gesundheitszentrum an und stecken es in Brand. zerstören Motorräder, einen Kleinbus, Arbeitsmaterial und Schränke, verwüsten Räume, zerschlagen Fenster, schneiden Leitungen durch und stehlen Arbeitsmaterial. Leere Rattengift-Tüten neben dem Brunnen lassen vermuten, dass das Wasser darin vergiftet wurde. In den Dörfern werden insgesamt fast 200 Häuser zerstört. Viele Menschen verlieren beim Angriff ihr ganzes Hab und Gut, ihr Dach über dem Kopf, ihre Erntevorräte ... Es ist ein Wunder, dass bei all der Zerstörung niemand ums Leben kommt. Als man im Gesundheitszentrum die brandschatzende Bande kommen hört, fliehen alle in die Berge. Einige Tage nach dem Angriff kontaktieren uns einige Abgeordnete der Bevölkerung. Sie sind in grösster Sorge, dass das Zentrum geschlossen werden könnte. Ihre Botschaft: «Bitte bleibt … baut die Klinik wieder auf … wir brauchen euch!» Und die Mitarbeitenden vor Ort lassen sich tatsächlich nicht unterkriegen: in den Tagen nach dem Angriff wird fleissig geputzt, aufgeräumt, renoviert und das wichtigste Material ersetzt. In den noch brauchbaren Räumen führen sie die Arbeit weiter: innerhalb von zwei Wochen finden 14 Geburten statt! Nach einigen Wochen mit reduzierter Tätigkeit ist die Klinik wieder voll in Betrieb. Die Versorgung der Bevölkerung geht weiter. Die Mitarbeitenden fühlen sich berufen, an ihrem Posten zu bleiben und weiterzuarbeiten, was für ihre manchmal weit entfernt lebenden Familien nicht einfach ist. Einer der Mitarbeitenden sagt: «Unsere Arbeit ist mehr als ein Job, wir wollen die Leute hier nicht im Stich lassen.»


Angola: «Ich werde nie mehr betteln müssen!»

Generosa Maria Pedro ist eine 24-jährige Frau aus der Provinz Huambo. Ihren Vater kennt sie nicht, er ist im Bürgerkrieg umgekommen. Ihre Mutter starb 1992, als Generosa gerade mal zwei Jahre alt war. Vor neun Jahren, als Generosa 15 Jahre alt war, erblindete sie an Grauem Star. Seither lebte sie vom Betteln – bis sie schliesslich an einem Gesundheitsposten eine Untersuchung machen liess und in unsere Augenklinik Boa Vista verwiesen wurde. Dort wurde sie an beiden Augen erfolgreich operiert. «Ich bin von Neuem geboren worden!», sagt Generosa. «Ich werde nie mehr betteln müssen, sondern kann jetzt arbeiten und studieren. Ich danke Gott, der Kirche und Boa Vista, dass ich wieder sehen kann!»

Jedes Jahr werden in der Boa Vista rund 1500 Grauer Star-Operationen durchgeführt. Das sind 1500 Geschichten wie die von Generosa! Viele der Patienten sind zum Zeitpunkt der Operation praktisch schon blind, können nicht mehr arbeiten und nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, viele leben in Armut. Wenn sie nach der Augenoperation wieder sehen können, ist das lebensverändernd!


Guinea: Mit Lehmöfen erfolgreich gegen Verbrennungen

In Guinea wird über dem offenen Feuer gekocht – dadurch kommt häufig zu schweren Verbrennungen. Vor allem Kinder sind oft davon betroffen, manchmal ist die Haut am ganzen Körper verbrannt. Leider kennen die Guineer alle möglichen und unmöglichen Behandlungsmethoden, Zum Beispiel wird Kuhmist auf die Wunde gelegt – mit manchmal fatalen Folgen. Unsere Teams in Guinea haben deshalb angefangen, regelmässig Verbrennungsopfer zu behandeln.

Das ActionVIVRE-Team hat als Prävention zudem einen Lehmofen entwickelt. Die Vorteile: der Lehmofen verbraucht weniger Holz, es entsteht weniger Rauch, der Wärmeverlust ist kleiner, das Essen ist rascher gar und vor allem: die Gefahr von Verbrennungen ist um ein Vielfaches geringer. Zudem ist Lehm überall vorhanden, der Bau ist simpel und Reparaturen kann jeder selbst vornehmen. Doch wie bringt man diese Lehmöfen unter die Bevölkerung? Dafür wurde jetzt Ibrahima, ein ehemaliger Lehrling, angestellt. Er besucht die benachbarten Dörfer und Quartiere und informiert die Leute über die neue Methode. Inzwischen hat er über 20 Bestellungen erhalten – und sogar in der Küche des grössten Reis-Restaurant der ganzen Stadt stehen inzwischen drei Öfen.

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