Einsatz im Ausland? Ja, aber ...

Aktualisiert: 26. Juni 2019

«Ich bin nicht speziell berufen dafür»

Viele erwarten eine übernatürliche Berufung, wie sie beispielsweise Paulus erlebt hat. Aber es gibt ganz viele verschiedene Arten von Berufung! Silas zum Beispiel wurde berufen, indem Paulus zu ihm sagte: «Komm mit!» – und er ging mit. Er hat einfach auf ein vorhandenes Bedürfnis reagiert. Manchmal suchen wir zu weit, denn die Bedürfnisse sind da – und es wäre toll, wenn mehr Leute wie Silas einfach sagen würden: «Ich bin da, ich bin bereit zu dienen, wenn ich gebraucht werde.»


«Ich habe Angst, den Anschluss in der Schweiz zu verlieren»

Ja: gerade der technische oder medizinische Bereich entwickelt sich in der Schweiz schnell und da ist man nach ein paar Jahren Einsatz nicht mehr auf dem neusten Stand. Dafür gewinnt man in anderen Bereichen – zum Beispiel in der interkulturellen Kompetenz, was in der multikulturellen Schweiz einen hohen Stellenwert hat. Zudem hat man im Einsatz oft die Möglichkeit, als Leiterin oder Leiter zu wachsen und Leitungsaufgaben zu übernehmen, auf die man in der Schweiz viel länger warten müsste. Man hat mehr Raum, kreativ zu sein, sich zu entwickeln, gross zu denken, Visionen und Ideen umzusetzen – ich durfte in Guinea beispielsweise Gaben bei mir entdecken, deren ich mir nicht bewusst war. In der Schweiz ist unsere Aufgabe enger eingegrenzt, viele arbeiten eher als Spezialisten in einem Bereich und so kommen vielleicht nicht alle unsere Gaben und Fähigkeiten kommen zum Tragen.


«Ich bin zu wenig begabt für einen Einsatz im Ausland»

Viele denken immer noch, interkulturelle Mitarbeitende seien Übermenschen. In der Schweiz haben wir eine überdurchschnittliche Ausbildung. Jede Person, die eine Lehre oder sonst eine Ausbildung in der Schweiz gemacht hat, hat in unseren Einsatzländern schon enorm viel zu geben. Da unterschätzen wir uns häufig. Die allerwichtigsten Voraussetzungen für einen Einsatz sind Flexibilität, die Bereitschaft, eine Fremdsprache zu lernen und der Wunsch, zu dienen, sein Know-how weiterzugeben und Gottes Liebe zu teilen.


«Ich bin ledig – wenn ich ins Ausland gehe, dann finde ich sicher keinen Partner»

Heute gehen die meisten ja nicht mehr jahrzehntelang in den Einsatz, sondern für ein paar Jahre. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt, diese Zeit zu investieren und dafür etwas später zu heiraten – denn ein solcher Einsatz ist ein Gewinn fürs ganze Leben! Ja, es besteht das Risiko, keinen Partner zu finden, aber das gibt es auch in Europa. Zudem kommt es auch vor, dass sich Paare im Ausland kennenlernen – und dann auch gleich jemanden an ihrer Seite haben, der ihre Vision teilt und versteht, was sie erlebt haben.


«Wir haben Kinder»

Die Zeiten, in denen Kinder in ein Internat gegeben werden mussten, sind vorbei. Heute erhalten die Kinder mit Fernschulprogrammen und Kurzzeitmitarbeitenden, die sich um den Unterricht kümmern, gute Betreuung vor Ort oder können eine internationale Schule in der Nähe besuchen – es ist uns wichtig, dass wir da mit den Familien eine gute Lösung finden. Zudem profitieren auch Kinder von einem Einsatz: Sie wachsen (mindestens) zweisprachig auf und erwerben interkulturelle Kompetenz.


«Ich will nicht so ein grosses Risiko eingehen»

Kein Land gibt für die Versicherung so viel aus wie die Schweiz. Wir lieben es, uns abzusichern. Und ja: Wenn wir die Schweiz verlassen, reduziert sich die Sicherheit in einem gewissen Sinn. Aber: Bei reduzierter Sicherheit haben wir auch die Chance, in eine grössere Abhängigkeit von Gott zu kommen und ihn stärker zu erleben. Ich erlebte in Guinea, einem der damals unsichersten Länder der Welt, in dem es praktisch keine Ausländer gab, eine der reichsten Zeiten meines Lebens. Ich durfte erfahren, dass wir es riskieren können, Gott zu vertrauen, dass er uns auch in einem unsicheren Land bewahren und mit uns etwas bewirken kann. No risk, no mission!


«Es braucht doch heute gar keine Leute mehr im Ausland»

An vielen Orten wird die Arbeit zunehmend an gut ausgebildete Einheimische übergeben – und das ist super so, denn nur dadurch kann Nachhaltigkeit und Langfristigkeit sichergestellt werden! Trotzdem braucht es nach wie vor dringend Mitarbeitende aus Europa. Wieso?

  • Wir haben enorm viel Know-how, das wir weitergeben können – und das die Menschen in den Einsatzländern weiterbringt: im praktischen Bereich, im Bereich Berufsbildung, in der Schule, in der Gemeindearbeit ... Heutzutage geht es meistens weniger darum, selber beispielsweise ein Haus zu bauen, als darum, andere darin auszubilden und Wissen und Können zu multiplizieren.

  • In den vergangenen Jahrhunderten konnten wir aus dem Westen wertvolle Erfahrung in der interkulturellen Arbeit sammeln. Wir können jetzt dazu beitragen, dass andere auf unserer Erfahrung aufbauen können und frühere Fehler nicht wiederholt werden.

  • Es gibt immer noch viele Pioniersituationen, in denen es noch gar keine Mitarbeitenden gab oder gibt!

  • Manchmal braucht es Anschubmotivation von aussen. Jemand, der motiviert, investiert, daran glaubt, dass sich etwas verändert – und damit Veränderung anstösst. Das ist für uns einfacher, denn wir kennen ein anderes Umfeld und sehen oft, was alles möglich wäre und was es dazu braucht.

Jürg Pfister, Leiter SAM global


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