Ausreisen mit zwei kleinen Kindern: «Ihr seid wirklich mutig!»

«Ihr macht mit euren beiden kleinen Kindern einen Einsatz in Afrika? Ihr seid wirklich mutig!» Das habe ich oft gehört, als wir uns darauf vorbereiteten, für mehrere Jahre nach Guinea zu reisen. Es gab auch ermutigende Reaktionen, vor allem von Leuten, die selbst im Ausland gelebt haben: «Toll, dass ihr das macht. Es wird eine sehr bereichernde Erfahrung für eure Kinder sein!»


Im Vorfeld kamen manchmal Zweifel auf. Ich machte mir Sorgen darüber, wie wohl unsere Kinder mit der grossen Veränderung klarkommen würden. Ich dachte an die Zeit vor vier Jahren zurück, als wir am gleichen Ort einen Kurzeinsatz leisteten, noch ohne Kinder. Wenn ich damals den Kindern der anderen Mitarbeitenden vor Ort zusah, dachte ich jeweils: Was für eine grosse Chance, so aufwachsen zu können, einen anderen Blick auf die Welt zu bekommen und den Wert der Dinge ganz anders schätzen zu lernen! Aber jetzt, als es um meine eigenen Kinder ging, fühlte ich vor allem die Verantwortung, die auf meinen Schultern lastete.


Wir ziehen nach Guinea – was nehmen wir mit?

Darüber hinaus gab es bei den Ausreisevorbereitungen mit zwei kleinen Kindern vieles zu beachten: Kleidung, Essen, Spielzeug, Medikamente, Impfungen ... Was muss man mitnehmen, was findet man vor Ort? Da war es natürlich sehr hilfreich für mich, dass ich schon einmal ein Jahr an unserem Einsatzort gelebt hatte. So konnte ich mir besser vorstellen, wie das Leben dort aussehen würde. Ausserdem unterstützten uns die Mitarbeitenden vor Ort in all diesen Fragen sehr. Dass wir in ein Haus einziehen konnten, das bereits vorher von einer Familie bewohnt worden war, erleichterte die Sache natürlich auch – vieles stand dadurch schon zur Verfügung.

Einen neuen Rhythmus finden

Bei einer so grossen Veränderung dauert die Anpassungsphase natürlich eine Weile. Es braucht Zeit und Geduld, bis jeder seinen Rhythmus gefunden hat und sich in der neuen Umgebung wohlfühlt. Simeo war sechs Monate alt, als wir ausreisten – bei ihm war vor allem das Schlafen am Anfang ein Problem. Maëlio war zweieinhalb Jahre alt. Für ihn waren die Veränderungen gegenüber der Schweiz sichtbarer: die fremde Sprache, die unterschiedliche Kleidung, ein anderer «Supermarkt», der Ruf des Muezzins, die Sandpisten und so weiter. All diese neuen Orte und die vielen neuen Menschen, die er kennenlernte, kosteten ihn in der ersten Zeit viel Energie. Und auch wir Eltern brauchten eine Weile, um einen Rhythmus zu finden, der für die ganze Familie passte.


Gott wird versorgen

Es ist keine leichtfertige Entscheidung, sein komfortables Zuhause, seine Familie und Freunde zu verlassen und in ein afrikanisches Land zu ziehen – und mit zwei kleinen Kindern erst recht nicht. Aber inmitten all unserer Zweifel hat Gott uns mit seinem Frieden erfüllt und tief in unseren Herzen den Ruf bestätigt, ihm im Ausland zu dienen. Ich halte an seinen Verheissungen fest und bin überzeugt, dass er, wenn er uns ruft, sich auch um unsere Kinder kümmern wird.


Amélie, ActionVIVRE Süd, Guinea



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