Ataya – Rezept für ein erfülltes Leben


Ursprünglich wollte ich ja spasseshalber das Rezept von für 20 Minuten mit Öl in der Bratpfanne bei niederer Hitze unter stetigem Umrühren gebratenen und gesalzenen Erdnüssli verraten - aber ich habe mich eines Besseren besonnen: Ataya, das Nationalgetränk Guineas, auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Während meiner Woche im Busch habe ich täglich mehrmals Ataya geschlürft. Ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, wie gemütliches Beisammensein unter Guineern ohne Ataya aussähe. Ataya ist nicht nur Kultur, es ist eine Lebensphilosophie, es ist Genuss, es ist die wohlverdiente Pause nach der Arbeit, es ist die Einladung zum Innehalten und Beisammensein. Man nimmt sich gerne Zeit für eine Runde Ataya und diese kann schon mal eine Stunde oder länger dauern, denn die Zubereitung ist ... aufwändig! Ich habe Ataya noch nie selbst gemacht, nur immer zugeschaut, fasziniert die vielfach geübten und immer gleichen Bewegungen beobachtend. Das Zuschauen hat eine sehr beruhigende Wirkung, im Gegensatz zum Tee selbst, dem man einen hohen Koffeingehalt nachsagt.


Zutaten: Wasser, Grüntee, Zucker (viel!).

Des Weiteren werden benötigt: zwei Kännchen, ein Stövchen, ein (besser zwei) Gläschen und ein Becher. Sie alle könnten einem etwas übergrossen Puppenhaus entnommen worden sein, abgesehen vom Becher, der am ehesten der europäischen Norm entspricht.

Sobald die Holzkohlen glühen, wird der Tee in einem Kännchen aufgekocht und gut gezuckert. Ist er heiss, wird der für Ataya typische Schaum hergestellt und zwar wie folgt: Der Tee wird aus grosser Höhe (etwa 30 cm) von der Kanne in den Becher und wieder zurück gegossen. Diese Prozedur wird oft wiederholt, bis so viel Schaum entstanden ist, dass man mit ihm das Gläschen gut füllen kann. Unterdessen wird in der anderen Kanne schon der zweite Aufguss gekocht. Der erste Aufguss ist nun zwar etwas abgekühlt, aber immer noch heiss und wird ins Gläschen gefüllt, bis es halb voll ist und aussieht wie ein wie ein Mass Bier im Miniformat. Es wird nun der ranghöchsten (meistens der ältesten) Person gereicht, aber vorher noch dem weissen Gast ;-). Es wird ziemlich rasch getrunken und zurückgegeben, damit es für die nächste Person gefüllt werden kann. Frauen habe ich übrigens nie Ataya trinken sehen. Normalerweise trinkt man zwei Gläschen, den ersten und den zweiten Aufguss. Jedoch gibt es manchmal auch noch einen dritten und eher merkwürdigen. Beim dritten kommen weitere Zutaten hinzu und hier muss ich vielleicht noch erwähnen, dass es sich bei der folgenden Auflistung nicht etwa um einen schlechten Scherz handelt, sondern um wahrhaftige Tatsachen: Ein Vache-qui-rit-Käslein, ein Pfefferminzbonbonn, etwas Milch und ein Guetzli. Frag mich bitte nicht, wie man auf solche Ideen kommt, aber ich versichere dir: Dieser dritte Aufguss ist wirklich gut!



Robert, Kurzzeiter im ActionVIVRE Süd, Guinea


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