Abel: Eine Vision wird Realität

Kissidougou, Herbst 2013: In der provisorischen Werkstatt gerade neben unserem Haus sitzen auf einfachen Bänken ein paar junge Guineer, drei Frauen und elf Männer. Sie sind unsere ersten Interessenten für die Mechaniker-Ausbildung. Einige von ihnen sind Studierende der nahen Universität, andere sind arbeitslose Uni-Abgänger, die jüngeren gehen noch zur Schule und einer, Sekou Abel, hat bei der staatlichen Berufsschule bereits eine Lehre als Automechaniker abgeschlossen.

Nun fragt man sich: Wieso möchten studierte Leute, Philosophen, Soziologen, Elektroingenieure, Chemielehrer, Mathematiker, Primarschullehrer, Bauingenieure und ein Absolvent der staatlichen Berufsschule bei mir etwas über Mechanik lernen? Leider sind die Ausbildungen in Guinea wenig marktorientiert und noch weniger praxisorientiert, wodurch viele trotz Abschluss ohne Job dastehen. An diesem ersten Morgen der Ausbildung unterrichte ich nur wenig Theorie, danach geht es schon los mit einfachen praktischen Arbeiten an einem Generator. Einige haben trotz Anleitung Mühe im Umgang mit dem Hammer, andere ziehen die Schrauben so fest an, dass sie abbrechen. Sekou Abel hingegen hat beides schon im Griff – seine Fähigkeiten und sein Talent sind unübersehbar.


Ein paar Monate später diskutieren wir mit den Lehrlingen über ihre Träume und Visionen. Die meisten hoffen, dass sie nach der Ausbildung eine Anstellung finden. Einer träumt davon, eines Tages selber als Ausbildner zu arbeiten – er hat es übrigens geschafft und ist heute Lehrer an der staatlichen Berufsschule. Zwei junge Männer träumen von einer eigenen kleinen Werkstatt, die an unsere Ausbildungswerkstatt angegliedert ist. Einer von ihnen ist Sekou Abel.


Nach Abschluss der Ausbildung ist es dann soweit: In der Heimat von Abel, im 40 Kilometer entfernten Yendé, helfen wir mit, eine kleine Werkstatt zu bauen und einzurichten. Abel hat ein grosses Anliegen, den jungen Erwachsenen in Guinea eine Perspektive zu eröffnen und ihnen Gottes Liebe weiterzugeben. Er startet gleich mit acht Lehrlingen und trotz grossen Herausforderungen gelingt es ihnen, die Baukosten zurückzuzahlen – das Werkzeug schenken wir ihnen. Mittlerweile ist ein Nähatelier dazugekommen und erste Absolventen von Abels Ausbildung haben ihre eigenen Werkstätten aufgebaut. Einfach und klein, mit wenig Infrastruktur, aber die Arbeit ist gut und die jungen Erwachsenen verdienen ihren eigenen Unterhalt.

Und Abel? Er absolviert zurzeit in Conakry eine Weiterbildung als Diagnostiker und wird anschliessend voraussichtlich wieder in Kissidougou und Yendé als Spezialist und Ausbildner wirken. Fredi, ProTIM2-2-2 Kissidougou, Guinea

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