Indien

Hilfe, die ankommt

30.10.2020
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5
Min.

Riesige Herausforderungen in Indien

  • Die NZZ meldete vor kurzem, dass Indien im Blick auf die Covid-Infektionen das am zweitstärksten betroffene Land der Welt ist.
  • Die Deutsche Tagesschau sprach im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vor ein paar Tagen von mehr als 7 Millionen Fällen!
  • Regionale Lockdowns bringen für viele Menschen Existenzprobleme mit sich.
  • Die Herausforderungen für die Wirtschaft sind enorm.
  • Das Parlament arbeitet in festen Gruppen, um handlungsfähig bleiben zu können.
  • Viele dringende administrative Aufgaben verzögern sich.
  • Vor einiger Zeit nannte die NZZ Indien das Land der biblischen Plagen: Tuberkulose, Malaria, Cholera, Typhus und Tollwut.

Hilfe, die ankommt

Wir sind dankbar, dass wir COI (Cooperative Outreach of India) zweimal mit einer zusätzlichen Gabe unterstützen durften. Damit konnte zahlreichen Menschen ganz konkret geholfen werden. Ein Bei-spiel dafür ist Frau Rani: Als in Delhi der Lockdown kam, verloren sie und ihr Mann ihre Arbeits-stellen. Das Paar hat vier Kinder und so stand die Familie grossen Schwierigkeiten gegenüber. COI konnte ihr eine Nähmaschine vermitteln und sie begann, Kleider zu nähen und zu flicken. Mittler-weile kann sie mit ihren Einnahmen die täglichen Bedürfnisse für ihre Familie abdecken!

Frau Rani ist froh, arbeiten und Geld verdienen zu können

400‘000 Reaktionen in 18 Tagen!

Besonders ermutigend ist ein neu wachsender Arbeitszweig, der das Internet (Facebook, Youtube) nutzt. Es wurden 130 Sendungen auf Urdu produziert, 65 davon sind bereits aufgeschaltet. Diese Beiträge richten sich vor allem an Menschen aus muslimischem Hintergrund und haben zum Ziel, Fragen, die immer wieder über den christlichen Glauben gestellt werden, auf hilfreiche Art zu be-antworten. Die Reaktionen sind überwältigend! Schon vorher hat COI solche Sendungen im Fern-sehen gefördert. Aber über das Internet ist es erstens finanziell weniger aufwändig und erreicht zweitens eine sehr grosse Hörerschaft. Wir wünschen uns, dass auf diese Weise viele Menschen Jesus so kennen lernen, wie er wirklich ist! Wer hören möchte, wie das tönt, kann im Internetbrowser «Haqeeqat TV Talk Show» eingeben.

Flexibilität ist nötig

Daneben gehen bei ProEQUIP COI die allgemeinen Aufgaben weiter. In diesem und im letzten Jahr konnten wir durch die Finanzierung von Schulungen zahlreiche Personen im Blick auf ihre Mitarbeit in den kleinen Gemeinden fördern. Und auch im kommenden Jahr wollen wir in die Ausbildung von Gläubigen, Ältesten und potenziellen Pastoren investieren. Aber die Planung ist momentan sehr ungewiss und Möglichkeiten müssen flexibel wahrgenommen werden.

Offizielle Bewilligung noch ausstehend

Nachdem HFCI (Himalayan Free Church in India) sich wieder offiziell als Gemeindeverband in Indien registrieren konnte (siehe Februar-Ausgabe der Indien NEWS), steht aber die offizielle Bewilligung, finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhalten zu dürfen, nach wie vor aus. Wir wissen, dass für Gott nichts unmöglich ist und beten weiterhin dafür! Die Situation mit Covid-19 hat auch für ProEQUIP HFCI weiterhin starke Auswirkungen. Wir freuen uns, dass wir den Gemeinde-verband ebenfalls mit einer zweiten Spende in dieser Notsituation unterstützen durften.

Endlich war der Start möglich

Nach mehreren Verschiebungen konnte der erste Term der dreijährigen Bibelschule (mit drei Monaten Unterricht pro Jahr) am 12. Oktober starten. Das ist ein Highlight und ein Grund zur Dankbarkeit! Die Zahl der Studierenden liegt zwischen 15-20 Personen. Die definitive Zahl ist noch nicht ganz klar, da auch aufgrund von Covid-19 noch nicht ganz alle kommen konnten. Der geplante Unterricht ist sehr intensiv. Und durch den einen Monat Verzögerung muss der Stoff von drei Monaten in zwei Monaten vermittelt werden. Die Lehrpersonen kommen alle aus der Himalayan Free Church. Auf-grund der Reisebeschränkungen gab es diesmal leider keine Möglichkeit, Lehrpersonen aus dem Ausland beizuziehen.

Die Klasse ist schon fast komplett

Weitere Informationen und Anliegen

  • Auf folgenden Webseiten besteht die Möglichkeit, regelmässig Einblick in die Arbeit der beiden Organisationen zu gewinnen:
    COI: www.coindia.org
    HFCI: www.hfci.info
  • Pläne für 2021: In der gegenwärtigen Corona-Situation bleibt eine konkrete Planung schwierig. Wir brauchen Weisheit und Führung von Gott, der die Zukunft in seiner Hand hält. Ebenfalls nötig sind viel Flexibilität und Spontanität, um auftauchende Möglichkeiten zu erkennen und wahrzunehmen.
  • Organisatorische Veränderungen: David Keller, der neu bei SAM global für die Länder in Asien verantwortlich ist, hat die Länderverantwortung für Indien übernommen. Ich selber bleibe als Leiter der Supportgruppe und mit Besuchen vor Ort mit engagiert.
  • Finanzen: Es freut uns, dass in beiden Projekten die Startphasen gelungen sind. Für die stabile Weiterentwicklung sind wir auf der Suche nach Gemeinden/Einzelpersonen, denen Gott diese Projekte aufs Herz legt und die sie deshalb regelmässig finanziell unterstützen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die Indien am SAM global Sponsorenlauf unterstützt haben.

Vielen Dank für alles Mittragen im Gebet und finanziell und für jede weitere Mitarbeit.
Hans S.

SAM global
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