China

China: Wie es heute aussieht

2.4.2020
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CRDF, Partner von SAM global, konnte in der akuten Situation wesentlich mithelfen bei den Bemühungen der Behörden, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Für 23 Spitäler in der Umgebung von Chengdu trafen sie Abklärungen, beschafften (unter grossen Schwierigkeiten!) Material und arbeiteten mit 3'458 Freiwilligen an dessen Auslieferung, sorgten für Information, Prävention und Screening. Unsere Freunde sind nun sehr bewegt, die Nachrichten von Europa zu verfolgen, und beten auch für uns!

In Sichuan normalisiert sich, allerdings ganz langsam, das Leben wieder. Es gelten nach wie vor sehr strikte Massnahmen, obwohl es in dieser Provinz (die Hauptstadt und Umgebung allein hat rund doppelt so viele Einwohner wie die Schweiz!) seit vielen Tagen keine Neuansteckungen mehr hat. Viele Restaurants/Hotels sind immer noch geschlossen, und welche je wieder aufgehen, bleibt eine Frage. Es dürfen keine Gruppen in den Restaurants gemeinsam essen. Die Kirchen sind geschlossen und es ist für die Pastoren eine grosse Herausforderung, die Gemeinden zu betreuen. Die registrierten Kirchen verfügen kaum über dezentrale Strukturen und handhaben das Internet sehr vorsichtig. Hauskirchen sind hier offensiver. Die Folgen ihrer «Online-Kirchen-Aktivitäten» sind für die Zeit nach der Corona-Krise unabsehbar.

Wir hören immer wieder, wie viele chinesische Christen die aktuelle Situation sehr bewusst nutzen, um ihren beunruhigten Zeitgenossen nicht nur praktisch zu helfen und Mut zuzusprechen, sondern ihnen auch Gottes Liebe weiterzugeben. Sie treffen sich häufiger in kleinen Gruppen zur gegenseitigen Stärkung.

Die Alphabetisierungskurse mussten unterbrochen werden und es ist noch nicht klar, wann sie wieder aufgenommen werden können. Die betroffenen Senioren sehnen sich danach – auch möchten unsere Freunde weitere Kurse starten. Hoffentlich im Frühjahr 2021.

SAM global
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