A F R I K A

 
Mehr anzeigen

Republik KAMERUN

République du Cameroun

  • Fläche: 475 440 km² – 11.5 x so gross wie die Schweiz

  • Bevölkerung: 23.7 Millionen

  • Sprache: Amtssprachen Französisch und Englisch, daneben über 230 weitere Sprachen

  • Regierungssystem: Präsidialrepublik

  • Religionsgruppen: 70 % Christen (grösster Anteil: Katholiken), 21 % Muslime

  • Lebenserwartung: 58 Jahre

  • Grundnahrungsmittel: Regional unterschiedlich, im Norden vor allem Hirse-Boule mit Fleisch- oder Blättersauce
     

Besonderheiten

Kamerun wird aufgrund der vielfältigen Landschaft oft als «Afrika in Miniatur» bezeichnet. 

 

Situation im Land

SAM global arbeitet hauptsächlich im Norden Kameruns, in der Region «Extrême Nord» (Hoher Norden). Die Bedingungen dort sind hart – aufgrund der hohen Temperaturen und dem geringen Niederschlag erleidet die Region alle zwei bis fünf Jahre eine Dürre. Seit 2014 ist Boko Haram im Extrême Nord aktiv. Nach anfänglich punktuellen Entführungen folgten Massakrierungen ganzer Dörfer und Entführungen grosser Gruppen junger Frauen und Mädchen. Durch die Intervention des Militärs, insbesondere der tschadischen Armee, konnten die Aktivitäten der Terrororganisation stark eingeschränkt werden, sie verübt aber weiterhin regelmässig Suizidattentate, vor allem in er Grenzregion Kamerun-Nigeria.
Die Bedrohungslage sowie die schwierigen klimatischen Verhältnisse im Norden haben in den letzten Jahren zu einem Flüchtlingsstrom beziehungsweise einer Umsiedlungsbewegung in zentraler gelegene Regionen geführt.

Die grössten Probleme:
Armut, Schulsystem, Gesundheitswesen und Korruption

37.5 % der Kamerunerinnen und Kameruner leben unter der Armutsgrenze, ein Grossteil davon im Norden. Die meisten der Bewohner Nordkameruns leben von der Landwirtschaft, aber aufgrund der schlechten Bedingungen sind die Erträge klein und die Nahrung oft knapp – immer wieder kommt es zu Hungersnöten. Zahlreiche Männer ziehen deshalb auf der Suche nach Arbeit in den Süden und lassen ihre Familien zurück. Aufgrund ihres tiefen Ausbildungsniveaus und der vorherrschenden Arbeitslosigkeit in den Städten müssen sich viele mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten – und können so auch ihre Familien im Norden nicht unterstützen.

Es gibt in Kamerun zwar für alle zugängliche öffentliche Schulen, die Qualität ist jedoch mangelhaft. Daher schickt jeder, der über die nötigen Mittel verfügt, seine Kinder in Privatschulen. Ganz ähnlich sieht die Situation im Gesundheitswesen aus. Die staatlichen Gesundheitszentren sind nur spärlich ausgestattet und werden durch private, teilweise subventionierte Stationen ergänzt, um zumindest eine minimale medizinische Grundversorgung sicherzustellen.

Eine der grössten Herausforderungen in Kamerun ist die Korruption: Sie durchdringt heute jedes öffentliche Amt und jeden Bereich des öffentlichen Lebens.
 

Glaube und Religion 

Mit 70 % ist der Anteil der Christen in Kamerun relativ hoch, die meisten von ihnen sind Katholiken. Viele vermischen aber ihren Glauben mit animistischen Bräuchen. Die zweitgrösste Gruppe sind Muslime, die vor allem im Norden des Landes wohnen. Seit durch Boko Haram ein radikaler Islam die Region beeinflusst, sind zahlreiche Muslime zum christlichen Glauben gekommen. Die damit neu entstandenen Gemeinschaften werden von der islamischen Gesellschaft verstossen; sie tun sich aber auch schwer, sich in traditionellen christlichen Gemeinden zu integrieren. Diese Frauen und Männer stellen somit eine besonders verletzliche Minderheit dar.

SAM global in Kamerun

1953 begannen Mitarbeitende der Vereinigten Sudan Mission in der Region «Extrême Nord» verschiedene Angebote für die Bevölkerung aufzubauen: medizinischer Dienst, Literaturarbeit, Schulbildung, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Erwachsenenbildung, Brunnenbau und Kleingewerbeförderung. Durch diese Arbeit fingen die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region an, sich für den christlichen Glauben zu interessieren. Schnell bildeten sich die ersten kleineren Gemeinden.1968 entstand der Bund Evangelischer Kirchen in Kamerun (UEEC), der heute rund 200 000 Mitglieder zählt und sich zu einem selbständigen und initiativen Kirchenverbund entwickelt hat.
Die damalige Vereinigte Sudan Mission (später VIA), welche die Arbeit in Kamerun startete, wurde 2011 in SAM global integriert. Mit dem Auftreten der Extremistengruppe Boko Haram in der Region Extrême Nord mussten 2014 sämtliche Einsatzleistende von SAM global das Land verlassen. Seither verantwortet die UEEC die Projekte in Zusammenarbeit mit zahlreichen gut ausgebildeten, pflichtbewussten und initiativen lokalen Mitarbeitenden. SAM global unterstützt die Kirche und die Projekte finanziell sowie mit Beratung und Experteneinsätzen.

Partner

  • UEEC – Union des Eglises Evangéliques au Cameroun​

Projekte in Kamerun

 
 
 
 
Mehr anzeigen
Ehrenkodex_farb_CMYK.png

SAM global

 

SCHWEIZ
Wolfensbergstrasse 47
CH-8400 Winterthur

 

T +41 52 269 04 69

winterthur@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

  • Facebook - White Circle

SAM global

 

SCHWEIZ – ROMANDIE
Impasse de Grangery 1
CH-1673 Ecublens/FR

 

T +41 76 565 81 20

ecublens@sam-global.org

 

PC-Konto: 84-1706-5

IBAN: CH58 0900 0000 8400 1706 5

© 2016 by luis erharter SAM global inhouse design

S I T E M A P

UNSERE ARBEIT    /   LÄNDER UND PROJEKTE    /    EINSÄTZE    /   SPENDEN   /    HELFEN SIE MIT    /    ÜBER UNS    /    NEWS & MEDIA    /     KONTAKT

VISION

WERTE

TEAM

VORSTAND

PARTNER

FINANZEN

FAQ