ActionVIVRE

«Irgendwie überleben…» – schauen wir einfach zu? 

 
 
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Vision

Wir wollen der muslimischen Volksgruppe der Peul ganzheitlich dienen und dadurch nachhaltige Veränderung auslösen.

Ort 

Drei Städte im Fouta Djallon (Mittelguinea) – ActionVIVRE Nord, ActionVIVRE Süd und ActionVIVRE Ost

Projektstart 2001

 

Ausgangslage

Das Volk der Peul in Mittelguinea lebt mehrheitlich in grosser Armut. Nur selten haben die Menschen Zugang zu qualitativ guter Grund- und Berufsbildung. Es ist eine Herausforderung, genügend Einkommen zu generieren, um überhaupt die Grundbedürfnisse zu decken. Die vorherrschende Religion, der Islam, begünstigt zudem einen gewissen Fatalismus. Kirchen gibt es praktisch keine – vor allem nicht für das Volk der Peul.

Das Projekt

Mit praktischen Entwicklungs- und Bildungsprojekten will ActionVIVRE dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort nicht einfach nur überleben, sondern eine Perspektive für ihr Leben entwickeln. Das Projekt besteht aus vier Teilbereichen: 

Schulbildung

Da die staatlichen Schulen völlig überlastet und in desolatem Zustand sind, hat SAM global 2006 an einem Projektstandort eine Schule gegründet. Rund 500 Schülerinnen und Schüler der 1. bis 10. Klasse erhalten hier die Chance auf eine gute Schulbildung und auf Nachhilfeunterricht. Zudem werden sie zum gemeinsamen Spielen animiert und erfahren, dass Gott sie liebt und eine Perspektive für sie hat.

An einem anderen Standort werden in einem Studiencenter Informatik- und Englischkurse für Jugendliche angeboten. Damit haben sie die Möglichkeit, Kompetenzen zu erlernen, die im Arbeitsleben zunehmend wichtiger werden. Gleichzeitig erhalten sie ein gutes Freizeitangebot und es entstehen wertvolle Kontakte.

Kleinere Kinder werden in den Kindergärten von ActionVIVRE auf die Schule vorbereitet. Diese Kinder können nach Abschluss des Kindergartens meist schon mehr als diejenigen, die bereits das 1. Schuljahr an der öffentlichen Schule absolviert haben. Das Interesse an dieser Arbeit ist dadurch stark gestiegen und es konnten bereits mehrere Einheimische ausgebildet und dabei unterstützt werden, in ihren Dörfern ebenfalls einen Kindergarten zu starten. Sie werden nun regelmässig von SAM global-Mitarbeitenden gecoacht.

Duale Berufsausbildung
Ein Schwerpunkt von ActionVIVRE liegt auf der dualen Berufsausbildung. Unzählige junge Erwachsene haben keine Ausbildung und keine richtige Arbeit – und damit keine Chance auf ein regelmässiges Einkommen und keine Perspektive für die Zukunft. Viele sehen als einzigen Ausweg die Flucht nach Europa. Gleichzeitig fehlt es in Guinea an qualifizierten und vertrauenswürdigen Handwerkern. Generell hat manuelle Arbeit einen tiefen Stellenwert.
An zwei Standorten bilden SAM global-Mitarbeitende Lehrlinge in Bauberufen und in Mechanik aus. Mit dieser Ausbildung erhalten Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt mit qualitativ guter Arbeit und einer hohen Arbeitsethik verdienen zu können. Auch das Ansehen und schlussendlich die Wertschätzung des Handwerks sollen dadurch gesteigert werden.

Gesundheitswesen

Durch Präventionskurse an öffentlichen Schulen werden wichtige Themen wie Hygiene, Schutz vor Krankheiten wie HIV/Aids und ethische Fragen mit den Kindern besprochen.

Ein verbreitetes Problem sind Verbrennungen, da meist über offenem Feuer gekocht wird – vor allem Kleinkinder sind häufig davon betroffen. SAM global-Mitarbeitende leisten Erste Hilfe und behandeln die Brandwunden bis zur Heilung, damit die Narbenbildung möglichst gering ausfällt und keine Kontrakturen entstehen.

Kontaktarbeit

In verschiedenen Dörfern in der Umgebung sind die Teams gelegentlich mit Büchertischen präsent, um die Leute mit guter Literatur und SD-Karten mit biblischen Geschichten zum Nachdenken anzuregen. Dort und auch in anderen Situationen suchen die Mitarbeitenden respektvoll das Gespräch über Glaubensfragen und Weltanschauungen.

Mehr Informationen

Blog vom ActionVIVRE-Team

Blog von Naemi, Mitarbeiterin im ActionVIVRE

News von ActionVIVRE Nord bestellen

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